FIFA verschärft Regeln für WM 2026: Wasserflaschen-Verbot und Lizenzpflicht
Kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko kündigt der Weltverband neue Sicherheits- und Vermarktungsauflagen an. Fans und Gastronomen sind betroffen.

Wenige Wochen vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hat der Weltverband FIFA zwei Regelverschärfungen bekannt gegeben, die Fans und Gewerbetreibende gleichermaßen betreffen. Am Donnerstag kündigte die FIFA eine dringliche Änderung des Stadion-Verhaltenskodex an: Das Mitführen von wiederverwendbaren Wasserflaschen – zuvor in transparenter Kunststoffausführung gestattet – wird vollständig untersagt. Wie der arabischsprachige Dienst von Al-Ittihad unter Berufung auf eine FIFA-Mitteilung an Reuters berichtet, dient diese Maßnahme der Sicherheit; harte Behälter könnten als Wurfgeschosse missbraucht werden und Spieler wie Zuschauer gefährden. Das Verbot erstreckt sich nun auf sämtliche Flaschen, Becher, Gläser und Dosen.
Die Entscheidung, die in arabischen Medien wie An-Nahar als Überraschungscoup gewertet wird, wirft unmittelbar praktische Fragen auf. In den Sommermonaten können die Temperaturen in nordamerikanischen Austragungsorten extreme Werte erreichen. Zwar versichert die FIFA, in vielen Stadien seien externe Flaschen bereits aus Sicherheitsgründen tabu, und man arbeite an einer einheitlichen Regelung für alle Spielorte. Doch Kritiker sehen einen Widerspruch zwischen Gesundheitsvorsorge und rigider Sicherheitsdoktrin. Der Verband selbst betont, er sei „dem Schutz von Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten verpflichtet“.
Parallel dazu hat die FIFA ihre kommerziellen Schutzrechte ins Visier genommen. Aus Brasilien meldet die Zeitung Metrópoles, dass der nationale Gaststättenverband Abrasel eine Warnung ausgesprochen hat: Bars und Restaurants dürfen für die Übertragung von WM-Spielen keinen Eintritt verlangen oder gesonderte Gebühren erheben, sofern sie nicht über eine spezielle Lizenz des Weltverbands verfügen. Brasilien, wo das gemeinsame Fußballschauen tief in der Kultur verankert ist, wäre von solchen Gebührenmodellen besonders betroffen. Die Regelung unterstreicht die Entschlossenheit der FIFA, ihre Übertragungsrechte – eine zentrale Einnahmequelle – weltweit durchzusetzen.
Beide Vorgaben erscheinen auf den ersten Blick unverbunden, folgen jedoch einer gemeinsamen Logik. Während die Stadionordnung die physische Unversehrtheit im Veranstaltungsraum sichern soll, dient die Lizenzpflicht dem Schutz immaterieller Wirtschaftsgüter. In der Zusammenschau offenbart sich eine FIFA, die im Vorfeld des ersten Turniers mit 48 Mannschaften und drei Gastgeberländern maximale Kontrolle anstrebt – über das Verhalten der Fans ebenso wie über die kommerzielle Verwertung des Großereignisses.
Für die kommenden Wochen sind weitere Anpassungen nicht ausgeschlossen. Die strikte Wasserflaschen-Regelung könnte juristische oder öffentliche Gegenreaktionen provozieren, zumal Gesundheitsorganisationen bei Hitzewellen zu ausreichender Flüssigkeitszufuhr raten. Im Schatten der großen Stadien dürften zudem Auseinandersetzungen mit Gastronomen aufflammen, die sich in ihrer Geschäftsfreiheit beschnitten sehen. Die FIFA wird ihre Position kaum aufweichen; zu sehr hängt das finanzielle Gefüge des Weltfußballs von der konsequenten Durchsetzung eigener Regeln ab.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Wenige Tage vor der WM hat die FIFA ihre eigenen Regeln gekippt und wiederverwendbare Flaschen verboten. Fans werden dadurch gezwungen, teures Flaschenwasser in den Stadien zu kaufen. Die Maßnahme wird als unnötige finanzielle Belastung für einfache Zuschauer dargestellt.
Die FIFA begründet das Verbot mit Sicherheitsbedenken und verweist auf kostenlose Trinkwasserstationen. Ohne die Politik offen zu verurteilen, erwähnt die Presse Expertenwarnungen vor hohen Temperaturen und stellt so die Sinnhaftigkeit des Verbots implizit in Frage.
Trotz glühender Sommerhitze überraschte die FIFA die Fans mit einem Last-Minute-Verbot eigener Trinkflaschen unter Berufung auf Sicherheit. Die Medien heben den Widerspruch zwischen drückenden Temperaturen und dem Zwang zum Wasserkauf hervor und sehen darin ein Gesundheits- und Finanzproblem für die Zuschauer.
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