England vor WM 2026: Tuchel dämpft Erwartungen, Bellingham gesteht Fehler von 2024
Während asiatische Medien England als Favoriten sehen, weist Trainer Thomas Tuchel dies zurück. Jude Bellingham räumt ein, dass das Team bei der EM 2024 neben dem Platz Fehler machte – nun sei der Zusammenhalt besser.

Die englische Nationalmannschaft geht mit einer Mischung aus gedämpften Erwartungen und selbstkritischer Reflexion in die Weltmeisterschaft 2026. Während in asiatischen Medien die „Three Lions“ aufgrund ihrer ausgeglichen besetzten Mannschaft als einer der Topfavoriten gehandelt werden, weist Trainer Thomas Tuchel diese Zuschreibung entschieden zurück. Der Deutsche, der im Oktober 2024 die Nachfolge von Gareth Southgate antrat, erklärte bei seiner Vorstellung, er sehe keinen Grund, „uns mit der Bürde zu belasten, die großen Favoriten zu sein“. Stattdessen verwies Tuchel auf Mannschaften mit jüngeren Titeln – namentlich Argentinien und Frankreich. Englands letzter großer Triumph liegt nun 60 Jahre zurück; Tuchels erklärtes Ziel ist es, „einen zweiten Stern auf das Trikot zu bringen“.
Jude Bellingham, der offensive Mittelfeldspieler von Real Madrid, hat unterdessen Fehler eingestanden, die das Team bei der Europameisterschaft 2024 neben dem Platz begangen habe. Gegenüber britischen und westafrikanischen Medien räumte der 21-Jährige ein, dass die Mannschaft „einiges falsch gemacht“ habe und der Zusammenhalt nicht so stark gewesen sei, wie er hätte sein können. Bellingham, der sich nach der Finalniederlage gegen Spanien teils als Sündenbock empfand, betonte nun: „Jeder muss sich geliebt fühlen, wenn er für England spielt.“ Die Lehren aus den atmosphärischen Störungen von 2024 seien gezogen; das Team sei vor dem Turnier in Nordamerika „besser verbunden“ als noch vor einem Jahr.
Die sportliche Qualifikation verlief derweil reibungslos. England gewann alle acht Spiele, erzielte 22 Tore und blieb ohne Gegentreffer – freilich gegen wenig fordernde Gegner. Der Ernstfall beginnt am kommenden Mittwoch in Arlington, Texas, wo die Mannschaft auf Kroatien trifft. Die Weltmeisterschaft, die von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird, wurde bereits mit einem 2:0-Sieg Mexikos gegen Südafrika eröffnet.
Die Kombination aus Tuchels nüchterner Risikobewertung und dem neu gewonnenen inneren Zusammenhalt könnte sich als produktiv erweisen. Der deutsche Trainer, der mit Chelsea 2021 die Champions League gewann, soll die chronische Schwäche englischer Teams in K.-o.-Spielen gegen Spitzengegner beheben. Ob die verbesserte Chemie abseits des Rasens und Tuchels taktische Handschrift ausreichen, um sechs Jahrzehnte des Wartens zu beenden, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die selbstauferlegte Zurückhaltung im Vorfeld könnte den Druck mindern – und gerade darin den Schlüssel zum Erfolg bergen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
The coverage highlights England's smooth qualifying campaign and focuses on the team's internal dynamics, emphasizing unity and the need for players to feel loved. It adopts a pragmatic tone, noting that while England cruised through qualifying, the real test comes against top teams. The narrative centers on player comments rather than hype.
The reporting emphasizes that despite being widely considered a favorite, coach Thomas Tuchel rejects that label, pointing to more recent champions like Argentina and France. The frame is one of cautious realism, downplaying expectations and focusing on the gap between perception and reality. There is an undercurrent of skepticism towards pre-tournament hype.
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