El Niño 2026: Von Indonesien bis Argentinien wachsen die Klimasorgen
Die Wahrscheinlichkeit für ein El-Niño-Ereignis 2026 steigt. Meteorologen warnen vor Dürren in Südostasien und einem ungewöhnlich warmen Winter in Südamerika. Auch die Fußball-WM könnte unter extremen Bedingungen stattfinden.

Die Anzeichen verdichten sich, dass sich im zweiten Halbjahr 2026 ein El-Niño-Ereignis im Pazifik ausbilden wird. Laut der US-Wetterbehörde NOAA liegt die Wahrscheinlichkeit bei 82 Prozent zwischen Mai und Juli, und steigt auf 96 Prozent bis zum Jahreswechsel. Dieses Klimaphänomen, das alle paar Jahre auftritt, verschiebt Wärme- und Niederschlagsmuster weltweit und könnte 2026 mit einer Vielzahl von Extremen einhergehen – von Dürren in Asien bis zu ungewöhnlich milden Wintern in Südamerika.
In Indonesien bereitet man sich bereits auf einen trockeneren als üblichen Monsun vor. Die nationale Meteorologiebehörde BMKG warnte lokale Regierungen, sich auf eine signifikante Trockenheit einzustellen, die Landwirtschaft und Wasserversorgung belasten könnte. Gleichzeitig stellte die Behörde klar, dass das derzeit in Sozialen Medien diskutierte Phänomen „Bediding“ – eine nächtliche Abkühlung – kein extremes Wetterereignis sei, sondern eine jahreszeitlich typische Erscheinung durch fehlende Bewölkung. Aus Jakartaer Sicht geht es darum, Fehlinformationen zu bekämpfen und gleichzeitig Vorsorge zu treffen.
In Südamerika blickt man mit gemischten Gefühlen auf die Entwicklung. In Argentinien, insbesondere in der Weinregion Mendoza, erwarten Experten einen wärmeren und trockeneren Winter als üblich. Für die Landwirtschaft könne das Vorteile bringen, wenn die Wasservorräte ausreichen – allerdings warnte der Direktor des Forschungszentrums CIRN, Pablo Mercuri, dass die Auswirkungen von Region zu Region stark schwanken. In Kolumbien wiederum fürchten Meteorologen einen deutlichen Rückgang der Niederschläge, was die ohnehin angespannte Wasser- und Energieversorgung weiter belasten könnte.
Selbst die Fußballweltmeisterschaft 2026, die in Mexiko, den USA und Kanada ausgetragen wird, könnte von El Niño beeinflusst werden. Historisch gesehen fiel nur das Turnier 1998 in Frankreich in eine ausgeprägte El-Niño-Phase, doch sollte sich das Ereignis 2026 bestätigen, müssten Spieler und Fans mit ungewöhnlicher Hitze und möglicherweise heftigen Gewittern rechnen. Die kommenden Monate, insbesondere die Aktualisierungen der Klimamodelle im Juni, werden entscheidend sein, um die Intensität des Phänomens abzuschätzen. Ein „Super-El-Niño“ mit Temperaturanomalien von über 2 °C ist nicht ausgeschlossen und würde die globalen Klimabedingungen weiter verschärfen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Die Wetterbehörde stellt klar, dass die nächtliche und morgendliche Abkühlung, bekannt als Bediding, ein saisonales Phänomen und kein extremes Wetterereignis ist. Gleichzeitig warnt sie vor einer deutlich trockeneren Trockenzeit im Jahr 2026 durch ein starkes El Niño und fordert die Regionen zur Vorsorge auf.
Experten beobachten, dass sich El Niño im Pazifik festigt, doch aufgrund der herbstlichen Vorhersagbarkeitsbarriere bleibt die genaue Stärke ungewiss. Bereits jetzt werden regionale Auswirkungen diskutiert: In Argentinien wird ein wärmerer, trockenerer Winter erwartet, und in Kolumbien wächst die Sorge vor extremer Hitze und schlechter Luftqualität für die Gesundheit.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 beginnt genau dann, wenn El Niño im Pazifik erwartet wird, und die Parallele sorgt für spielerische Kommentare. Das Klimaphänomen wird zum heimlichen Spielverderber stilisiert, der die Bedingungen in den Stadien der USA, Mexikos und Kanadas durcheinanderwirbeln könnte.
Diese Geschichte erschien in
6 Quellen · 3 Sprachen · 24h-Fenster