El Niño 2026: UN warnen vor globalen Extremereignissen
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent wird sich bis November ein El Niño bilden. NOAA warnt vor weltweiter Korallenbleiche, Indonesien vor extremer Dürre. Historische Vergleiche mahnen zur Vorsorge.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat die Wahrscheinlichkeit für ein erneutes El-Niño-Ereignis im Jahr 2026 auf 80 Prozent für den Zeitraum Juni bis August und auf 90 Prozent bis November beziffert. UN-Generalsekretär António Guterres sprach von einer dringenden Klimawarnung und warnte, das Phänomen werde „Benzin in das Feuer einer sich erhitzenden Welt gießen". Die Prognosen lassen ein mindestens moderates, möglicherweise starkes Ereignis erwarten. Historische Parallelen verleihen den Warnungen besondere Dringlichkeit: Der Super-El-Niño von 1877 kostete schätzungsweise über 50 Millionen Menschen das Leben, eine Folge von Dürren, Hungersnöten und Seuchen, die heute durch den Klimawandel verstärkt werden könnten.
Aus nordamerikanischer Perspektive warnt die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) vor einem weltweiten Massenbleichen der Korallen – es wäre das fünfte in der dokumentierten Geschichte. Besonders gefährdet sind die Riffe im Nordpazifik einschließlich Hawaii sowie vor Florida und in der Karibik. Das Phänomen beruht auf einem ungewöhnlichen Anstieg der Meerestemperatur im tropischen Pazifik, der die Wettermuster global verändert. Korallenriffe, essenzielle Unterwasserökosysteme, reagieren schon bei geringen Temperaturschwankungen mit Ausbleichung und Absterben.
In Südostasien fokussiert sich die Sorge auf das Wetterextrem Dürre. Der indonesische Wetterdienst BMKG prognostiziert für August bis Oktober 2026 eine signifikante Trockenheit in weiten Landesteilen – darunter Sumatra, Kalimantan, Java, Bali und Papua – mit Niederschlägen von weniger als 50 Prozent des Normalwerts. Dies bedroht die Landwirtschaft und Ernährungssicherheit einer Region, die ohnehin unter den Folgen des Klimawandels leidet. Die Vereinten Nationen befürchten eine Verschärfung der globalen Nahrungsmittelkrise, insbesondere in Entwicklungsländern.
Die Gleichzeitigkeit regional sehr unterschiedlicher, aber gleichermaßen gravierender Auswirkungen unterstreicht die Notwendigkeit internationaler Vorsorge. Auch wenn die direkten Folgen für Mitteleuropa begrenzt sein dürften, könnte die Destabilisierung globaler Agrarmärkte und Lieferketten spürbare Auswirkungen auf Deutschland, Österreich und die Schweiz haben. Die nächsten Monate werden zeigen, mit welcher Intensität El Niño zuschlägt; die wissenschaftlichen Warnungen sind eindeutig und lassen kaum Zweifel daran, dass vorsorgendes Handeln geboten ist.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Klimamodelle deuten darauf hin, dass der El Niño 2026 eine Stärke erreichen könnte, wie sie seit über hundert Jahren nicht mehr vorkam. Die Weltorganisation für Meteorologie warnt, dass es sich nicht nur um ein Wetterereignis handelt, sondern um einen Brandbeschleuniger für politische und soziale Krisen weltweit, vergleichbar mit der Katastrophe von 1877. Die Vereinten Nationen rufen eindringlich zur Vorbereitung auf.
Das Einsetzen von El Niño könnte eine fünfte globale Korallenbleiche auslösen, warnen US-Wetterbehörden. Ein plötzlicher Temperaturanstieg im Pazifik um mehr als zwei Grad gefährdet die Korallenriffe von Hawaii bis Florida und der Karibik in diesem Sommer akut.
Die Warnung vor einer neuen, tödlichen Bedrohung durch El Niño wird an den Küsten Afrikas laut. Die zunehmende Erwärmung des Indischen Ozeans löst bei der Küstenbevölkerung wachsende Besorgnis aus, die schwerwiegende, womöglich tödliche Folgen befürchtet.
Indonesien wird zu höchster Wachsamkeit aufgerufen: Der bevorstehende El Niño werde wie Benzin auf eine ohnehin schon glühend heiße Erde wirken und die Ernährungssicherheit gefährden. Der UN-Generalsekretär betonte, dass die Wiederkehr dieses Phänomens als dringender Klimaalarm zu behandeln sei.
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