Die Mandelson-Affäre: Neue Dokumente belasten den britischen Premierminister Starmer schwer
Drei Bände mit über 1500 Seiten offenbaren die Missachtung des Botschafters für seinen Premier und die Versäumnisse bei der Ernennung – ein Skandal, der Keir Starmer das Amt kosten könnte.

Die Veröffentlichung der zweiten Tranche der Mandelson-Dokumente hat die britische Regierung in eine schwere Krise gestürzt. Am Montag legte Downing Street drei Bände mit mehr als 1500 Seiten vor – das umfangreichste Konvolut seit dem Chilcot-Bericht zum Irakkrieg. Bereits die erste Lieferung im März hatte gezeigt, dass Premierminister Keir Starmer vor der Ernennung des Labour-Veteranen Peter Mandelson zum US-Botschafter gewarnt worden war. Nun kommt ans Licht, wie Mandelson selbst über den Premier dachte.
Die brisantesten Funde sind die ungeschminkten Nachrichten des Botschafters. „Machen Sie mich zum Botschafter, und Sie werden es nicht bereuen“, schrieb Mandelson an den damaligen Außenminister David Lammy. Später verspottete er Starmers Führung: Dem Premier fehle es an „Schwung“, die Regierungszentrale arbeite „nicht als Team“ und „niemand weiß, was Keir denkt“. Die WhatsApp-Chats zeigen eine Regierung, die per Kurznachricht regiert und interne Warnungen ignorierte – in den Vermerken zu den Sorgfaltsprüfungen hatte Starmer eigenhändig Bedenken abgehakt.
International werfen die Enthüllungen ein Schlaglicht auf transatlantische Spannungen. Britische Beamte debattierten, ob man Donald Trump eine Replik des legendären roten Ministerkoffers schenken solle – ein Symbol der besonderen Beziehung, das nun grotesk wirkt. Gleichzeitig offenbaren die Papiere die enge Verbindung Mandelsons zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, die bereits im Zuge von US-Justizdokumenten bekannt wurde. Mandelson wurde im September 2025 entlassen, nachdem E-Mails nahelegten, er habe 2009 sensible Informationen an Epstein weitergegeben. Aus Washingtoner Sicht war die Personalie eine Hypothek; Trumps Team erwog zeitweise, Mandelsons Akkreditierung abzulehnen.
Für Starmer könnte die Affäre das politische Ende bedeuten. Britische Kommentatoren ziehen Parallelen zum Byrne-Vermerk von 2010, der Labour über ein Jahrzehnt von der Regierungsbank fernhielt. Kontinentaleuropäische Beobachter sehen darin ein Lehrstück über die Gefahren politischer Patronage und mangelnder Überprüfung – eine Warnung, die über den Ärmelkanal hinausreicht. Während die Opposition in London den Rücktritt des Premiers fordert, bleibt das transatlantische Verhältnis beschädigt. Die Frage, ob Starmer sich noch halten kann, entscheidet sich in den kommenden Wochen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Die neuen Enthüllungen blamieren Premierminister Starmer, der als belagerter und orientierungsloser Führer dargestellt wird. Botschafter Mandelson, ernannt trotz bekannter Risiken, zeigte Verachtung für die Regierung und den Premier selbst und vertiefte den Epstein-Skandal.
Die neuen Akten enthüllen Hintergründe wie das geplante rote Koffer-Geschenk für Trump und den Umgang mit Mandelsons Ernennung. Die Affäre wirft einen weiteren Schatten auf einen Premierminister, der bereits um sein politisches Überleben kämpft.
Die Aktenveröffentlichung erhöht den Druck auf Starmers ohnehin wackelige Amtszeit. Chinesische Staatsmedien betonen die ignorierten Reputationsrisiken und den chaotischen Umgang mit der Epstein-Affäre.
Die britische Regierung veröffentlichte Hunderte Seiten über die Verbindung des Ex-Botschafters Mandelson zu Jeffrey Epstein, die zu seiner Entlassung geführt hatte. Die Nachricht wird sachlich und ohne direkten Kommentar zu Starmers Führung berichtet.
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