Blue-Origins New-Glenn-Explosion wirft Raumfahrtpläne um Jahre zurück
Die Reparatur der Startrampe nach dem New‑Glenn‑Unfall könnte bis 2028 dauern, warnt NASA‑Chef Jared Isaacman. Der Rückschlag gefährdet Artemis‑Mission und Satellitenprojekte.

Die Explosion der Schwerlastrakete New Glenn von Blue Origin während eines Triebwerkstests in der vergangenen Woche hat die Startinfrastruktur des Raumfahrtunternehmens schwer beschädigt. Nach Schätzungen von NASA‑Administrator Jared Isaacman könnten die Reparaturen an der einzigen Startplattform in Florida bis zu vier Jahre in Anspruch nehmen – ein Zeitfenster bis 2028 sei «durchaus möglich», sagte er in einem Interview mit CNBC. «Wir alle wollen, dass Blue Origin grossen Erfolg hat. Lassen Sie uns herausfinden, was schiefgelaufen ist, und dann weitermachen», betonte Isaacman. Der Vorfall wirft einen langen Schatten auf die ambitionierten Pläne von Amazon‑Gründer Jeff Bezos, der mit Blue Origin im Wettbewerb mit Elon Musks SpaceX bestehen will.
Die zweistufige Rakete war für ihren vierten Flug ins All vorgesehen und wurde auf dem Startturm festgeschraubt einem routinemässigen Heissfeuer‑Test unterzogen. Dabei kam es zu einer gewaltigen Explosion, die nicht nur das Testexemplar zerstörte, sondern auch die Startrampe erheblich in Mitleidenschaft zog. Die genaue Ursache ist noch unklar; Blue Origin hat nach Angaben der russischen Zeitung Wedomosti Spezialisten hinzugezogen und eine gründliche Fehleranalyse eingeleitet. Der Zeitverlust trifft das Unternehmen hart, denn die New Glenn ist zentral für das eigene Satelliten‑Internetprojekt Project Kuiper, das mit Starlink konkurriert, und für kommerzielle Startaufträge.
Aus Sicht der NASA wiegt der Rückschlag besonders schwer, weil Blue Origin ein Schlüsselpartner im Artemis‑Programm ist, das die Rückkehr von Astronauten zum Mond und den Bau einer permanenten Basis vorsieht. Verzögerungen bei der Raketenentwicklung könnten den Zeitplan der gesamten Mission gefährden, zumal auch der zweite Hauptauftragnehmer SpaceX auf die termingerechte Bereitstellung seiner Mondlandefähre angewiesen ist. Beobachter in Washington befürchten, dass die nächste bemannte Mondlandung sich weiter nach hinten verschieben könnte.
Für die europäische Raumfahrtbranche bleibt die Entwicklung nicht ohne Folgen. Zahlreiche Zulieferbetriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind in globale Lieferketten eingebunden, die von US‑Startdienstleistern abhängen. Zudem bauen europäische Internetanbieter auf die Konkurrenz zwischen Kuiper und Starlink, um günstige Kapazitäten einzukaufen. Ein längerer Ausfall von Blue Origin könnte die Marktmacht von SpaceX weiter stärken und die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter erhöhen – ein Szenario, das in Brüssel mit Sorge gesehen wird.
Während die Untersuchungen voranschreiten, bleibt ungewiss, wann die nächste New Glenn abheben kann. Isaacman appellierte an Geduld und Entschlossenheit: «Lassen Sie uns herausfinden, was schiefgelaufen ist, und dann weiter nach vorne arbeiten.» Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie fragil die privatwirtschaftliche Raumfahrt ist und wie sehr ambitionierte Zeitpläne von technischen Rückschlägen durchkreuzt werden können. Für Jeff Bezos und Blue Origin wird es nun darauf ankommen, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und den Anschluss an die führenden Akteure nicht zu verlieren.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Die NASA warnt, dass die Reparaturen nach der Explosion der Mondrakete New Glenn von Blue Origin bis 2028 dauern könnten. Die Startrampe wurde schwer beschädigt, dennoch äußert der Chef der US-Raumfahrtbehörde den Wunsch, dass Jeff Bezos' Unternehmen sich erholt und Erfolg hat.
In den USA wird geschätzt, dass die Wiederherstellung der Startrampe nach der Explosion der schweren New-Glenn-Rakete etwa zwei Jahre, womöglich bis 2028, dauern wird. Die Detonation ereignete sich bei einem Triebwerkstest der Rakete des Milliardärs Jeff Bezos. Die NASA erklärt, sie wolle Blue Origin zum Erfolg verhelfen und führe eine Ursachenanalyse durch.
Die spektakuläre Explosion der riesigen New-Glenn-Rakete von Blue Origin bei einem Test hat die Startrampe schwer beschädigt. Laut NASA-Chef könnten die Reparaturen 'ernsthafte Zeit' in Anspruch nehmen, wobei 2028 als realistischer Horizont gilt. Trotz des gewaltigen Feuerballs ist die Behörde entschlossen, Blue Origin zu unterstützen und untersucht die Ursachen des Missgeschicks.
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