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Beispiellose Krebserfolge: Spritze lässt Tumore schmelzen – Durchbruch auch bei Bauchspeicheldrüse

Zwei Studien auf dem ASCO-Kongress: Amivantamab eliminiert bei manchen Patienten Kopf-Hals-Tumore vollständig, ein KRAS-Wirkstoff weckt Hoffnung bei Pankreaskrebs.

Gesundheit & Wissenschaft7 Quellen3 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 14:36

Ein internationales Forscherteam hat auf dem amerikanischen Krebskongress ASCO in Chicago Ergebnisse einer klinischen Studie vorgestellt, die als beispiellos gelten. Die Injektion mit dem Wirkstoff Amivantamab, entwickelt von Johnson & Johnson, führte bei mehr als einem Drittel von 102 Patienten mit fortgeschrittenem Kopf-Hals-Krebs zu einer deutlichen Verkleinerung der Tumore. Bei 15 Patienten verschwanden die Tumore sogar vollständig – und das, obwohl alle herkömmlichen Therapien wie Chemo- und Immuntherapien versagt hatten. „Diese Patienten hatten keine Behandlungsoptionen mehr“, erklärte Kevin Harrington, Professor für biologische Krebstherapien am Institute of Cancer Research in London, der von „starken, noch nie dagewesenen Reaktionen“ sprach. Der dreifach wirksame Antikörper blockiert ein Tumorwachstumsprotein, unterbindet Resistenzmechanismen und aktiviert zugleich die körpereigene Immunabwehr.

Doch nicht nur bei Kopf-Hals-Tumoren zeichnen sich Durchbrüche ab. Eine zweite, ebenfalls in Chicago präsentierte Studie nährt die Hoffnung auf eine Wende bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, der als besonders heimtückisch gilt. Im Zentrum steht das Protein KRAS, das jahrzehntelang als „unangreifbar“ galt. Ein neuer experimenteller Wirkstoff, über den die Washington Post berichtete, könnte erstmals gezielt diese molekulare Schwachstelle attackieren. Beobachter in Washington werten dies als potenziellen Paradigmenwechsel für eine Krebsart, bei der die Fünfjahresüberlebensrate bislang bei nur 13 Prozent liegt.

Die Studien unterstreichen den Wert internationaler Zusammenarbeit: Amivantamab wurde in elf Ländern getestet, darunter mutmaßlich auch an europäischen Zentren. Für Patienten in Deutschland, Österreich und der Schweiz könnten solche Therapien künftig in spezialisierten Krebszentren verfügbar werden, sobald die Zulassungsbehörden grünes Licht geben. Allerdings dämpfen die Forscher voreilige Euphorie. So traten bei etwa zehn Prozent der mit Amivantamab behandelten Patienten teils schwere Nebenwirkungen auf; auch die mediane Überlebenszeit von 12,5 Monaten zeigt, dass die Krankheit noch nicht besiegt ist. Zudem gilt es, die Langzeitwirksamkeit und mögliche Resistenzen zu beobachten.

Insgesamt markieren beide Fortschritte einen Wendepunkt in der personalisierten Onkologie. Die Kombination aus zielgerichteten Antikörpern und der Entschlüsselung vermeintlich unbezwingbarer Zielproteine wie KRAS eröffnet neue Horizonte. Fachleute in europäischen Forschungsnetzwerken betonen, dass nun entscheidend sei, diese Erkenntnisse rasch in breit angelegte Studien und schließlich in die klinische Routine zu überführen. Für Patienten mit austherapierten Krebsleiden könnten diese Entwicklungen erstmals seit Langem wieder begründeten Anlass zur Hoffnung geben.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Stampa indiana e sudasiaticaStampa del Golfo araboStampa europea continentale
Stampa indiana e sudasiaticapragmatismodistacco

Eine neue Injektion mit dreifacher Wirkung hat laut Wissenschaftlern noch nie dagewesene Ergebnisse bei der Beseitigung von Tumoren bei Krebspatienten gezeigt. Die experimentelle Behandlung wurde an 102 Patienten in 11 Ländern getestet, wobei bei einigen die Tumore vollständig verschwanden. Die Forscher bezeichneten die Ergebnisse als beispiellos.

Stampa del Golfo arabotrionfopragmatismo

Eine neue Injektion unter die Haut hat Krebsgeschwüre regelrecht aufgelöst und gibt Patienten mit fortgeschrittenem Kopf-Hals-Krebs Hoffnung. In einer Studie mit 102 Personen in 11 Ländern schrumpften oder verschwanden die Tumore bei 43 Patienten, und bei 15 verschwanden sie vollständig. Medizinexperten bezeichneten das Ergebnis als beispiellosen Durchbruch.

Stampa europea continentaletrionfoscetticismopragmatismo

Ein Impfstoff mit dreifacher Wirkung hat in einer klinischen Studie noch nie dagewesene Ergebnisse erzielt und Tumore bei einer Gruppe von Patienten mit fortgeschrittenem Kopf-Hals-Krebs beseitigt. Von 102 Teilnehmern in 11 Ländern verschwanden die Tumore bei 15 vollständig, bei weiteren 43 schrumpften sie deutlich. Allerdings warnten parallele Forschungsarbeiten, die auf derselben medizinischen Konferenz vorgestellt wurden, dass einige innovative Behandlungen hohe Raten schwerer Nebenwirkungen aufweisen, und mahnten zu verhaltenem Optimismus.

Diese Geschichte erschien in

7 Quellen · 3 Sprachen · 24h-Fenster

Sky News Arabia31. Mai, 11:02
Prothom Alo31. Mai, 12:11
HuffPost Italia31. Mai, 10:03
Radio Farda31. Mai, 12:13
The Independent31. Mai, 11:02
Il Giornale31. Mai, 10:05
Liberty Times31. Mai, 08:52