Auftakt der WM 2026: Mexikos Premierensieg und Südkoreas Comeback
Mexiko gewinnt 2:0 gegen Südafrika, drei Platzverweise überschatten das Spiel. Südkorea dreht Partie gegen Tschechien. Shakira eröffnet das Turnier in Mexiko-Stadt.

Der Auftakt zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die erstmals von drei Nationen – Mexiko, Kanada und den USA – gemeinsam ausgerichtet wird, bot gleich mehrere historische Marken. Im legendären Aztekenstadion von Mexiko-Stadt, das nach vierzig Jahren wieder eine WM-Partie erlebte, besiegte die mexikanische Nationalmannschaft Südafrika mit 2:0 und feierte damit den ersten Auftaktsieg ihrer Turniergeschichte. In sieben vorangegangenen Anläufen war das Team von Javier Aguirre stets gescheitert. Doch der Erfolg wurde von einer beispiellosen Härte überschattet: Der brasilianische Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio zeigte drei rote Karten – so viele wie in keinem WM-Spiel seit 2006. Südafrika beendete die Partie nach Platzverweisen gegen Sphephelo Sithole (Notbremse) und Themba Zwane (Tätlichkeit) mit neun Spielern, Mexiko nach dem Ausschluss von Kapitän César Montes mit zehn. Das zweite Tor erzielte Raúl Jiménez, der sechs Jahre nach einem lebensgefährlichen Schädelbruch ein emotionales Comeback auf der großen Bühne gab.
Die Eröffnungszeremonie hatte zuvor mit Auftritten der kolumbianischen Sängerin Shakira und des nigerianischen Stars Burna Boy ein globales Millionenpublikum begeistert. US-amerikanische Medien verwiesen jedoch auf die erheblichen logistischen Herausforderungen im Vorfeld: Stadionrenovierungen, Flughafenausbauten und öffentliche Proteste hatten die Organisatoren unter Druck gesetzt. Vor Ort überwog indes die Euphorie. ‚Wir hatten das Glück, dabei zu sein‘, zitierte ein lokaler Fernsehsender den mexikanischen Fan Javier Pérez, der mit seiner Familie das Eröffnungsspiel verfolgte. In lateinamerikanischen und asiatischen Berichten wurde die festliche Stimmung der mexikanischen Anhänger hervorgehoben, die selbst in Guadalajara beim südkoreanischen Spiel mit Liedern wie ‚Cielito Lindo‘ präsent waren.
Im zweiten Spiel der Gruppe A drehte Südkorea im Estadio Guadalajara einen 0:1-Rückstand gegen Tschechien und gewann mit 2:1. Die Tore von Hwang In-Beom und Oh Hyeon-Gyu sicherten den Asiaten drei Punkte und die vorübergehende Tabellenführung gemeinsam mit Mexiko. In südkoreanischen und anderen asiatischen Medien wurde die kämpferische Leistung als Signal für eine erfolgreiche WM gewertet. Tschechien, das durch einen frühen Treffer in Führung gegangen war, steht dagegen bereits unter erheblichem Druck.
Mit diesem Auftakt zeichnet sich in der Gruppe A ein Duell zwischen Mexiko und Südkorea um den Gruppensieg ab, während Südafrika und Tschechien vor schweren Aufgaben stehen. Die drei Platzverweise im Eröffnungsspiel werfen zudem ein Schlaglicht auf die strikte Regelauslegung der FIFA-Schiedsrichter, die das gesamte Turnier prägen könnte. Für die Co-Gastgeber Kanada und die USA, deren Mannschaften erst in den kommenden Tagen eingreifen, bleibt der erfolgreiche Start Mexikos ein Ansporn – und eine Mahnung, dass der Heimvorteil in diesem nordamerikanischen Fußballfest keine Selbstverständlichkeit ist.
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Die europäische Berichterstattung hob den Kontrast zwischen der festlichen Eröffnung und den Protesten vor dem Aztekenstadion hervor, mit Fokus auf die Rekordzahl von drei roten Karten und die Sicherheitsherausforderungen. Der Sieg Mexikos wurde gemeldet, aber von Disziplinproblemen und einem Unbehagen überschattet. Insgesamt war der Ton abgewogen, der sowohl die Aufregung als auch die zugrunde liegenden Spannungen bemerkte.
Lateinamerikanische Medien feierten den ersten Eröffnungssieg Mexikos in der WM-Geschichte und hoben die Tore von Quiñones und Jiménez hervor. Die Berichterstattung war stolz und triumphierend und betonte die Dominanz des Teams und die Freude der Fans. Der Bericht vermerkte auch das Comeback Südkoreas und lobte den Wettbewerbsgeist der Gruppe.
Die afrikanische Berichterstattung hob die spektakuläre Eröffnungszeremonie und Mexikos Sieg hervor, ging aber auch auf die organisatorischen Herausforderungen ein, darunter Proteste und Sicherheitsupgrades. Der Bericht fand eine Balance zwischen der Begeisterung für das Turnier und einer nüchternen Anerkennung der Hindernisse, die die Gastgeber zu bewältigen hatten. Der Fokus blieb auf dem Fußball, mit einer differenzierten Sicht auf den weiteren Kontext des Ereignisses.
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