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Apple entfernt staatlich geförderten Messenger Max – Moskau kritisiert fehlende Begründung

Ohne Vorankündigung und ohne Begründung hat Apple den russischen Messenger Max aus seinem App Store genommen. Push-Nachrichten werden nicht mehr zugestellt, über 20 Millionen Nutzer sind betroffen. Minister Schadajew verspricht eine Lösung.

Recht15 Quellen5 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 13:34

Am späten Abend des 3. Juni verschwand der russische Messenger Max aus dem App Store von Apple – ohne Vorwarnung und ohne Erklärung des Konzerns. [A1, A4, A7] Das von Moskau vorangetriebene Programm, das keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aufweist, wird von Kritikern als potenzielles Überwachungsinstrument eingestuft. [A1, A9] Die App war erst im Frühjahr 2025 als staatliche Alternative zu WhatsApp und Telegram gestartet und ist per Gesetz auf allen in Russland verkauften Smartphones vorzuinstallieren. [A9]

Die Reaktion aus Moskau ließ nicht lange auf sich warten. Digitalminister Maksut Schadajew erklärte auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (PMEF), die tägliche Nutzerzahl liege bei über 60 Millionen, wovon 25 bis 30 Prozent iOS-Geräte verwendeten – somit seien mehr als 20 Millionen Bürger von der Entscheidung betroffen. [A3, A5, A6] „Apple hat ohne Angabe von Gründen den Zugang beschränkt“, klagte Schadajew und kündigte an, man werde das Problem lösen. [A8] Weder das Ministerium noch der Entwickler erhielten bislang eine Stellungnahme. [A3, A5]

Für Nutzer von iPhone und iPad hat der Ausschluss praktische Folgen: Push-Mitteilungen zu neuen Nachrichten und Anrufen werden nicht mehr zugestellt, bestätigte die Pressestelle von Max. [A11, A12, A13] Die übrigen Funktionen blieben erhalten, man empfehle jedoch, die App regelmäßig manuell zu öffnen, um keine wichtigen Kommunikationen zu verpassen. [A9, A11] Auch zentrale Updates sind vorerst unmöglich. [A13]

Die Sperre fügt sich in eine Serie von Entfernungen russischer Apps durch Apple und Google, die seit Beginn des Ukraine-Kriegs zugenommen hat. [A7] Zugleich treibt der Kreml die Migration auf die eigene Plattform voran: WhatsApp und Telegram werden in Russland gedrosselt, Behörden, Schulen und Staatsfirmen sind auf Max verpflichtet. [A1] Während Moskau die nationale Souveränität im IT-Bereich betont, offenbart der Fall die Abhängigkeit von westlichen Infrastrukturen. Parallel baut Max sein Angebot aus: Live-Streams in Kanälen und eine kontaktlose Bezahlfunktion via Schnellzahlungssystem sind in der Testphase. [A2, A10]

Die fehlende Begründung nährt Spekulationen: Möglicherweise verstoßen die Überwachungsrisiken gegen Apples Datenschutzrichtlinien, oder es liegen Sanktionsgründe vor. Aus deutscher und europäischer Perspektive verdeutlicht der Vorgang die Brisanz digitaler Autonomieklagen – ein Spannungsfeld, das auch die Debatte um souveräne Messenger in der EU befeuert.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa russa e CSIStampa europea continentaleStampa latinoamericana · mercato
Stampa russa e CSIindignazionevittimismo

Apple hat den nationalen Messenger Max ohne jede Erklärung aus dem App Store entfernt und damit über 20 Millionen iPhone-Nutzer abgeschnitten. Das Ministerium für digitale Entwicklung verurteilte den willkürlichen Schritt und versprach, das Problem zu lösen, während die Entwickler warnen, dass Nachrichten zwar ankommen, aber ohne Push-Benachrichtigungen.

Stampa europea continentaleallarmescetticismo

Apple hat Max aus dem App Store entfernt, die vom Kreml unterstützte russische Super‑App ohne Verschlüsselung, die Moskau für Beamte, Staatsunternehmen und Schulen verpflichtend gemacht hatte. Der Schritt stoppt den Vorstoß, eine App durchzusetzen, die Kritiker als Massenüberwachungsinstrument ansehen.

Stampa latinoamericana/ mercatourgenzadistacco

Apple hat eine der größten Messaging‑Apps der Welt, MAX, aus seinem Store entfernt, die über 100 Millionen registrierte Nutzer hatte und mit WhatsApp und Telegram konkurrierte. Die von den Entwicklern bestätigte Entscheidung hat starke Auswirkungen auf eine Plattform, die weltweit Rekord‑Downloadzahlen erreicht hatte.

Diese Geschichte erschien in

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The Bell4. Juni, 12:22
Vedomosti4. Juni, 09:36
Interfax4. Juni, 12:23
iStories4. Juni, 12:23
Forbes Russia4. Juni, 12:23
RBK4. Juni, 09:37
Radio Farda4. Juni, 12:23
Dozhd4. Juni, 12:24