Anthropic leitet Börsengang ein: KI-Wettlauf erreicht Wall Street
Die KI-Firma Anthropic hat vertraulich einen S-1-Antrag bei der SEC eingereicht. Mit einer Bewertung von 965 Milliarden Dollar überholt sie OpenAI im Rennen um das grösste Tech-IPO der Geschichte.

Die amerikanische Künstliche-Intelligenz-Schmiede Anthropic hat am Montag einen vertraulichen Börsenantrag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einem der grössten Börsengänge der Technologiegeschichte. Der Entwickler des Chatbots Claude bestätigte die Einreichung des Formulars S-1, nannte jedoch weder den Umfang noch den Zeitpunkt der geplanten Aktienplatzierung. «Dies gibt uns die Option, an die Börse zu gehen, sobald die SEC ihre Prüfung abgeschlossen hat», erklärte das Unternehmen knapp. Erst in der Vorwoche hatte Anthropic nach einer Finanzierungsrunde über 65 Milliarden Dollar eine Bewertung von 965 Milliarden Dollar bekanntgegeben und damit den Erzrivalen OpenAI überflügelt, der auf 852 Milliarden Dollar taxiert wird.
Der Vorstoss Anthropics verschärft den Wettlauf zwischen den beiden KI-Vorreitern um die Pole-Position an den öffentlichen Märkten. OpenAI, der Erfinder von ChatGPT, bereitet ebenfalls einen Börsengang vor, hat jedoch noch keine vertrauliche Einreichung bestätigt. Beobachter in den USA erwarten das Debüt beider Schwergewichte im Herbst, wobei die Reihenfolge entscheidend für die Kapitalallokation sein könnte. Sam Altman, CEO von OpenAI, spielte die Eile herunter: «Es gibt einen Wettlauf um die beste Technologie, um das beste Geschäft – der Börsengang ist ein Finanzierungsereignis, dessen Zeitpunkt wir nicht in den Vordergrund stellen.» Skeptische Stimmen wie die des Investors Michael Burry zweifeln indes an den astronomischen Bewertungen; er hält weder Anthropic noch SpaceX, das mit einem Mega-IPO von bis zu 1,75 Billionen Dollar bewertet werden soll, für wirklich werthaltig.
In Europa wird der Schritt mit einer Mischung aus Faszination und Vorsicht beobachtet. Während die französische Presse die matchentscheidende Bedeutung des Börsengangs für den globalen KI-Wettbewerb betont, verweisen deutsche Blätter auf die Implikationen für etablierte Industrien und die Gefahr einer spekulativen Blase. Der Schritt kommt in einer Zeit, in der der KI-Sektor Rekordsummen verschlingt: Allein der E-Commerce-Riese Amazon hält durch frühe Investitionen in Anthropic inzwischen Anteile im Wert von rund 74 Milliarden Dollar, was die Erwartungen an das IPO weiter anheizt. Die endgültige Entscheidung zur Notierung, so Anthropic, hänge jedoch von den Marktbedingungen ab – ein Hinweis auf die Volatilität in einem Sektor, der noch immer hohe Verluste schreibt.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob der KI-Hype die Rekordbewertungen rechtfertigt. Für den deutschsprachigen Raum bleibt die Entwicklung relevant, weil die grossen europäischen Technologiekonzerne ihre KI-Strategien überdenken müssen, wenn die amerikanische Konkurrenz durch Public-Listing-Gelder weiter gestärkt wird. Sollte Anthropic noch 2026 an die Börse kommen, wäre es das grösste IPO seit Jahren und ein Test für die Aufnahmefähigkeit der Märkte. Die SEC-Prüfung wird etwa sechs bis neun Monate dauern, sodass ein Listing im Spätherbst plausibel erscheint. Bis dahin dürfte der Wettlauf mit OpenAI die Schlagzeilen bestimmen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Die KI-Branche befindet sich in einem hektischen Wettlauf an die Börse: Anthropic hat den IPO-Antrag gestellt und sorgt sowohl für Begeisterung über die explodierende Bewertung als auch für Vorsicht bei Skeptikern wie Michael Burry, die die Billionen-Preisschilder anzweifeln. Die massiven Buchgewinne von Amazon aus seiner Anthropic-Beteiligung unterstreichen den immensen Reichtum, der hier geschaffen wird, während der Wettbewerb mit OpenAI dem Geschehen dramatische Dringlichkeit verleiht.
Die bevorstehenden Börsengänge von Anthropic und Elon Musks SpaceX werden als spekulative Manien behandelt, wobei Kommentatoren warnen, dass astronomische Bewertungen auf unerprobten Träumen wie Marskolonien und Weltraum-Rechenzentren beruhen. Die Ironie gegenüber dem Hype ist spürbar, und es wird suggeriert, dass Privatanleger erneut in eine Blase gelockt werden könnten.
Die Wirtschaftspresse vermerkt den verfahrenstechnischen Schritt von Anthropic, einen IPO-Antrag einzureichen und OpenAI bei der Bewertung zu überholen, wodurch es zum teuersten KI-Startup der Welt wurde, auch wenn die tatsächlichen Parameter noch nicht feststehen. Die Berichterstattung bleibt sachlich und ordnet das Ereignis als Meilenstein im globalen KI-Finanzierungswettlauf ein.
Anthropic hat im historischen Wall-Street-Rennen einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht, indem es die IPO-Unterlagen einreichte – ein Schritt, der als generationenübergreifender Meilenstein gilt und die globalen Märkte neu ordnen könnte. Der kometenhafte Aufstieg des Unternehmens und das bevorstehende Duell mit dem eigenen Angebot von SpaceX werden mit Bewunderung für das beispiellose Ausmaß des Tech-Reichtums eingefangen.
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