Nach Brandkatastrophe in Delhi: Verhaftungen, Sicherheitsmängel und ein zurückgezogenes Gesetz
Bei einem Feuer in einem überbelegten Gästehaus in Malviya Nagar kamen 21 Menschen um. Der Besitzer wurde verhaftet, die Stadt Delhi setzt die Bed-and-Breakfast-Lizenzierung aus.

Am Mittwochmorgen brach im Flourish Stay Bed & Breakfast im Süden Neu-Delhis ein Feuer aus, das 21 Menschen das Leben kostete, darunter zwölf ausländische Gäste [A2][A18]. Das Gebäude in der engen Gasse von Hauz Rani war innerhalb weniger Minuten verraucht, die Flammen fraßen sich durch das fünfstöckige Haus, das nur einen einzigen Ein- und Ausgang sowie keine funktionierenden Brandschutzeinrichtungen besaß [A7][A19]. Anwohner wurden zu Ersthelfern: Sie zerschlugen Fenster mit Ziegelsteinen und fingen Springende mit Matratzen auf, bevor Feuerwehr und Rettungskräfte eintrafen, deren Einsatz sich nach Zeugenberichten verzögerte [A5][A10][A21].
Der Besitzer des Hotels, Lavkesh Bajaj, wurde noch am selben Tag verhaftet. Eigenen Angaben zufolge war er am brennenden Gebäude vorbeigefahren, ohne anzuhalten – aus Angst, wie er später bei Vernehmungen sagte [A3][A12]. Die Ermittlungen offenbarten massive Verstöße gegen Auflagen: Das unter der Bed-and-Breakfast-Richtlinie der Stadt zugelassene Haus durfte nur sechs Gästezimmer betreiben, tatsächlich waren es 25 bis 26 [A1][A6][A19]. Die notwendige Brandschutzfreigabe fehlte, das Terrassengeschoss war versperrt, und alle Fenster waren dauerhaft versiegelt [A7]. Bajaj selbst räumte ein, die Zimmerzahl aus Profitgründen erhöht zu haben, und sagte sinngemäß, in Delhi funktioniere eben alles [A19][A23].
Unter den Todesopfern befand sich eine achtköpfige Familie aus Gurugram, die den erkrankten Großvater in einem nahegelegenen Krankenhaus besuchte [A2][A18][A22]. Die Aggarwals, darunter ein Wirtschaftsprüfer und eine ehemalige Mrs.-India-Gewinnerin, hatten das Gästehaus wegen der Nähe zur Max-Klinik gewählt – ein Umstand, den viele ausländische Patienten, vor allem aus Afrika, ebenfalls nutzten [A14][A18]. Die Suche nach Angehörigen führte Verwandte stundenlang durch die Leichenschauhäuser der Stadt, während internationale Botschaften wie die russische Entwarnung gaben [A9][A11].
Die Stadtregierung von Delhi reagierte prompt. Tourismusminister Kapil Mishra kündigte an, die gesamte B&B-Lizenzpolitik auszusetzen und alle bestehenden Einrichtungen zu überprüfen [A4][A6]. Gleichzeitig begannen stadtweite Razzien gegen illegal betriebene Gästehäuser und Wohnheime, was Studenten und Berufspendler unvermittelt obdachlos machte [A8][A16]. Die Brandursache – ersten Erkenntnissen zufolge ein Kurzschluss – rückt die chronischen Defizite im indischen Bau- und Brandschutzrecht in den Fokus [A24]. Beobachter in Peking und Washington dürften die Entwicklung als weiteres Beispiel für die infrastrukturellen Risiken in Indiens Boomstädten werten, die auch internationale Geschäftsreisende und Medizintouristen betreffen.
Der Fall Flourish Stay steht symptomatisch für ein System, in dem Regelverstöße aufgrund laxer Kontrollen und weitverbreiteter Korruption zum Alltag gehören. Die Stadtverwaltung und die Polizei schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu: Das Gebäude lag angeblich in einem „Lal Dora“-Gebiet, für das andere Zuständigkeiten gelten [A1]. Für ausländische Beobachter unterstreicht die Tragödie die Kluft zwischen wirtschaftlichem Wachstum und öffentlicher Sicherheit in Indien. Die indische Regierung wird sich fragen lassen müssen, wie sie künftig verhindern will, dass tödliche Brände zur regelmäßigen Begleiterscheinung des Städtetourismus werden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Das Feuer legte ein Netz aus Versäumnissen und gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen Polizei, Stadtverwaltung und Tourismusbehörden offen, während der Hotelbesitzer floh. Das Unglück, das fast eine ganze Großfamilie auslöschte, löste eine behördliche Razzia gegen illegale Pensionen aus und entfachte Empörung über mangelnde Kontrollen.
Die russische Botschaft bestätigte, dass keine russischen Staatsbürger unter den Opfern des Hotelbrands sind, und stehe mit den indischen Behörden in Kontakt.
Bei einem Hotelbrand in Delhi starben 21 Menschen, darunter viele Ausländer; der Besitzer wurde festgenommen, die Brandursache wird noch untersucht.
Nach dem verheerenden Hotelbrand startete die Regierung von Neu-Delhi eine strikte Kampagne gegen Verstöße gegen den Brandschutz; die Polizei erhob Anklage und nahm den Besitzer fest. Das Hotel beherbergte hauptsächlich Patienten und deren Angehörige aus einem nahen Krankenhaus.
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