Spaniens WM-Vorbereitung: Yamal und Williams fit für den Auftakt – Test gegen Peru ohne das Sturmduo
Lamine Yamal, Nico Williams und Víctor Muñoz sollen Spaniens WM-Auftaktpartie gegen Kap Verde am 15. Juni erreichen, fehlen aber im letzten Testspiel gegen Peru in Puebla.

Die spanische Nationalmannschaft bestreitet ihr letztes Testspiel vor der Weltmeisterschaft 2026 gegen Peru, muss dabei aber kurzfristig auf drei ihrer größten Offensivhoffnungen verzichten. Wie übereinstimmend aus dem Lager des Europameisters verlautete, werden Lamine Yamal, Nico Williams und Víctor Muñoz aufgrund muskulärer Beschwerden nicht im Estadio Cuauhtémoc auflaufen [A1][A2]. Alle drei Spieler verblieben im US-amerikanischen Basislager in Chattanooga, Tennessee, um dort ihre Rehabilitation voranzutreiben [A5]. Trainer Luis de la Fuente erklärte, der Verzicht auf die Reise nach Mexiko sei auf ausdrücklichen Rat der medizinischen Abteilung erfolgt [A2].
Gleichzeitig sorgte de la Fuente für Erleichterung: Die beiden Flügelspieler des FC Barcelona und von Athletic Bilbao, die mit Oberschenkelverletzungen die Saison vorzeitig beenden mussten, sollen für den WM-Eröffnungskick gegen den Debütanten Kap Verde am 15. Juni in Atlanta wieder zur Verfügung stehen [A3][A6]. Der 18-jährige Yamal hatte seit dem 22. April kein Pflichtspiel mehr bestritten, doch die Prognosen sind vorsichtig optimistisch – wenngleich der Coach eine Einschränkung der Spielzeit beim Auftakt nicht ausschloss [A5]. Williams und Muñoz folgten einem ähnlichen Zeitplan, was Spaniens Variantenreichtum im entscheidenden Turnier erheblich erhöhen dürfte.
Die Visite in Puebla geriet unterdessen zu einem bemerkenswerten Stimmungstest. Tausende mexikanische Anhänger empfingen den nach vierzig Jahren erstmals wieder ins Land gereisten Europameister enthusiastisch, die RFEF sprach von einer „irrealen Liebe zu Spanien in Mexiko“ [A4]. Für die „Furia Roja“ ist die Partie gegen Peru dennoch mehr als eine fußballerische Randnotiz: Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen den Irak in A Coruña dient der Vergleich dazu, taktische Abläufe zu schärfen und eine Annäherung an die Stammformation zu erproben, die eine Woche später in der Gruppenphase gefordert sein wird [A7].
Aus mitteleuropäischer Perspektive könnte die Rückkehr des Offensivtrios die Hierarchie in einem WM-Turnier verschieben, das ohnehin als eines der offensten der Geschichte gilt. Die asiatische Presse beobachtet die begrenzten Spielanteile, die de la Fuente Yamal im ersten Spiel zubilligen will, mit wachem Interesse, da viele Beobachter den Teenager als möglichen Schlüsselspieler des gesamten Wettbewerbs ansehen [A5]. In Nordamerika wiederum wird die Entscheidung, das Team auf getrennte Standorte zu verteilen, als logistisches Bekenntnis zur Belastungssteuerung vor einem Mammutprogramm gedeutet. Dass Spanien schon vor Turnierbeginn personelle Rückschläge abfedern muss, unterstreicht, wie sehr ein langer Klubkalender die Vorbereitung prägt – eine Erkenntnis, die auch für die Planungen des DFB oder des ÖFB von Belang sein dürfte.
Diese Geschichte erschien in
7 Quellen · 3 Sprachen · 24h-Fenster