SpaceX-IPO: Rekordnachfrage, neue Indexregeln und die Folgen für deutsche Anleger
Elon Musks Raumfahrtunternehmen sammelt 75 Milliarden Dollar ein und wird mit 1,77 Billionen bewertet. Die geänderten Indexregeln zwingen ETF-Fonds zum Kauf – auch in deutschen Depots.

Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX hat mit seinem Börsengang am 12. Juni nicht nur die größte Erstplatzierung der Geschichte hingelegt, sondern auch einen Ansturm der Anleger ausgelöst. Das Orderbuch war innerhalb weniger Tage zweifach überzeichnet, die Nachfrage überstieg 150 Milliarden Dollar – das Doppelte des angestrebten Emissionsvolumens von 75 Milliarden Dollar. Der Ausgabepreis blieb dennoch fest bei 135 Dollar je Aktie, was dem Unternehmen eine Marktkapitalisierung von knapp 1,8 Billionen Dollar beschert. Damit stellt der SpaceX-IPO selbst die Börsengänge von Saudi Aramco (29,4 Milliarden Dollar) und Alibaba (25 Milliarden Dollar) weit in den Schatten.
Das texanische Unternehmen, das vom umtriebigen Tech-Milliardär Elon Musk gegründet wurde, steht für hochfliegende Ambitionen: die Kolonisierung des Mars, den Betrieb eines globalen Satellitennetzwerks und neuerdings auch die Verarbeitung Künstlicher Intelligenz im Weltraum. Während Musk in Teilen der Öffentlichkeit als visionärer „Kolumbus unserer Zeit“ gefeiert wird, sorgt die Nähe zum politischen Establishment für Aufmerksamkeit: Mehrere Berater aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump sollen kräftig mitverdient haben. Aus Washingtoner Sicht unterstreicht der Börsengang die Dominanz amerikanischer Technologiekonzerne auf den internationalen Kapitalmärkten.
Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz birgt das Börsendebüt auch Unbehagen. Die großen Indexanbieter Nasdaq und FTSE Russell haben eigens ihre Regeln geändert, um SpaceX unmittelbar nach dem Handelsstart in wichtige Aktienindizes aufzunehmen. Dies zwingt passive Fonds und ETF-Vehikel, die Aktie unabhängig vom Preis zu kaufen. Deutsche Sparer, die etwa den S&P 500 abbilden, werden somit zwangsläufig zu Aktionären des raketengetriebenen Abenteuers – ob sie an die Marsbesiedelung glauben oder nicht. Kritiker sehen darin eine Kapitulation der Indexbranche vor Musks Einfluss.
Der SpaceX-IPO ist jedoch nur ein Teil eines größeren Kapitalhungers nach Zukunftstechnologien. Im Herbst strebt mit Anthropic ein führender KI-Entwickler an die Börse, und auch OpenAI steht in den Startlöchern. Aus Moskauer Perspektive gleichen diese drei Emissionen einem Stresstest für die Wall Street: Kann der Markt gleich mehrere Billionen-Storys verdauen, ohne dass es zu schmerzhaften Verwerfungen kommt? Die Frankfurter Allgemeine warnte bereits vor den gefährlichen Folgen des KI-Hungers für Anleger. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich der technologische Optimismus der Investoren auszahlt oder ob die Blasenbildung an den Märkten eine gefährliche Eigendynamik entwickelt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Der rekordträchtige Börsengang von SpaceX weckt Bewunderung und Alarm zugleich. Während manche von einer neuen Kolumbus-Tat schwärmen, prangern andere an, dass Trump-Vertraute kräftig mitverdienen und Indexanbieter ihre Regeln zu Musks Gunsten verbiegen. Der unersättliche KI-Hunger und die eingesammelten Milliarden werfen grundlegende Zweifel an der Fairness der Märkte auf.
SpaceX peilt den größten Börsengang der Geschichte an, 75 Milliarden Dollar sollen hereinkommen. Musks Firma debütiert mit einer Billionenbewertung, während der Milliardär davon träumt, KI im All zu betreiben. Das Ereignis wird ambitioniert gerahmt und als Meilenstein im globalen Tech-Wettrennen gesehen.
Der Börsengang von SpaceX ist bereits zweifach überzeichnet, die Nachfrage übersteigt 150 Milliarden Dollar. Quellen zufolge bleibt der Preis trotz des großen Appetits bei festen 135 Dollar je Aktie, was einer Bewertung von rund 1,77 Billionen Dollar entspricht. Das Nasdaq-Debüt wird als das größte aller Zeiten eingestuft.
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