Simone Biles: „Beinahe zu sterben war nicht auf meiner Bingo-Karte“
Die Ausnahme-Turnerin veröffentlichte ein kryptisches Instagram-Statement über eine lebensbedrohliche Erfahrung. Details blieb sie schuldig, was Spekulationen über ihren Gesundheitszustand und den Umgang mit Privatsphäre im Spitzensport befeuert.

Am Samstag erschütterte die US-amerikanische Turnerin Simone Biles ihre Fangemeinde mit einem Post auf Instagram. Sie berichtete von einer medizinischen Notlage, die sie als „eine der, wenn nicht die beängstigendste Erfahrung meines Lebens“ bezeichnete. Auf einem Foto waren mehrere Krankenhausarmbänder an ihrem Handgelenk zu sehen, darunter ein rotes Band sowie ein Pflaster, das auf eine Infusion hindeutet. „Dass ich Anfang der Woche fast gestorben wäre, stand nicht auf meiner Bingo-Karte“, schrieb die 29-Jährige. Weitere Details zu dem Vorfall nannte sie nicht, auch ihr Umfeld hüllt sich in Schweigen.
Biles ist mit 41 olympischen und Weltmeisterschafts-Medaillen die erfolgreichste Turnerin der Geschichte. Siebenmal triumphierte sie bei Olympischen Spielen, zuletzt 2024 in Paris. Ihr Ehemann, der NFL-Spieler Jonathan Owens, befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in Indianapolis bei Trainings. Die Nachricht verbreitete sich rasant: Auf Instagram folgen ihr 11,8 Millionen Menschen.
Die internationale Berichterstattung spiegelt unterschiedliche Akzente wider. Während US-Medien wie NBC primär die sportliche Dimension und Biles' Status hervorheben, zeichnet die deutsche „Bild“-Zeitung das Bild einer besorgniserregenden Ikone. Die australische ABC betont die schiere Reichweite des Posts. Einig sind sich die Quellen in der Zurückhaltung: Keine Redaktion spekulierte über die Ursache des Notfalls, respektierend die von Biles stets betonte Privatsphäre.
Der Vorfall reiht sich in eine längere Auseinandersetzung der Athletin mit physischen und psychischen Grenzen ein. Bei den Spielen 2021 in Tokio hatte Biles unter großem öffentlichen Druck mehrere Wettkämpfe ausgelassen, um ihre mentale Gesundheit zu schützen. Ihre damalige Offenheit trug zur Entstigmatisierung bei. Nun versprach sie, „früher oder später“ mehr zu erklären, und appellierte damit indirekt an das Publikum, ihr Zeit zu geben. Der Balanceakt zwischen öffentlichem Interesse und persönlicher Integrität bleibt eine zentrale Herausforderung für Spitzenathleten im digitalen Zeitalter – und Biles einmal mehr ein Vorbild im Umgang mit diesen Grenzen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Die Geschichte wird als kryptische Gesundheitsmeldung von Simone Biles präsentiert, die angab, 'fast gestorben' zu sein, aber keine Einzelheiten nannte. Die Berichterstattung bleibt distanziert und leicht skeptisch, betont ihren Wert von Privatsphäre und wartet auf weitere Kommentare.
Die deutschsprachigen Medien schlagen Alarm: Simone Biles' Worte lösen große Sorge aus. Ihr Beitrag wird als ernste Gesundheitskrise gewertet, auch wenn Details fehlen, und die Angst vor einem dramatischen Vorfall steht im Vordergrund.
Diese Geschichte erschien in
7 Quellen · 5 Sprachen · 24h-Fenster