Rücktritt bei West Ham: David Sullivan kämpft gegen Skandal-Vorwürfe
Der West-Ham-Miteigentümer verlässt den Club sofort, um sich gegen jahrzehntealte, falsche Anschuldigungen zu wehren – kurz nach dem Premier-League-Abstieg.

Der 77-jährige David Sullivan hat mit sofortiger Wirkung seinen Posten als Co-Chairman des englischen Fußballvereins West Ham United niedergelegt. In einer Erklärung begründete er den Schritt mit der Absicht, sich ganz auf die Abwehr von „falschen Anschuldigungen“ zu konzentrieren, die sein Privatleben betreffen und Jahrzehnte zurückreichen. Sullivan sprach von einer „Sensationsmache“ der Medien und wies jegliches Fehlverhalten kategorisch zurück.
Hintergrund ist eine gemeinsame Recherche der BBC-Sendung „Panorama“ und der Tageszeitung „The Times“, deren Ergebnisse am Montag veröffentlicht werden sollen. Der Unternehmer, der sein Vermögen mit Pornomagazinen und Sexshops aufgebaut hat, betonte, es sei in einer Branche mit Tausenden Frauenkontakten „leider unvermeidlich“, dass eine kleine Zahl von Vorwürfen unangemessenen Verhaltens erhoben werde. Auch aus Italien berichtet die Zeitung „Il Post“ ausführlich über Sullivans Werdegang, einschließlich seiner früheren Tätigkeit als Besitzer der Boulevardblätter „Daily Sport“ und „Sunday Sport“, und zeichnet das Porträt eines polarisierenden Geschäftsmannes.
Der Rücktritt erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt für den Klub aus dem Londoner Osten. Wenige Wochen zuvor war West Ham aus der Premier League abgestiegen – nach einer schwachen Saison 2025/26 belegte das Team nur den 18. Rang. Sullivan, der 2010 zusammen mit David Gold eine Mehrheitsbeteiligung erworben hatte, war der letzte Verbliebene des ursprünglichen Konsortiums. Die Geschäftsführung übernimmt nun Interim-CEO Karim Virani, der den Klub durch diese Doppelkrise steuern muss.
Der Fall zeigt, wie persönliche Kontroversen einen Traditionsverein belasten. Die internationale Berichterstattung – von britischen Qualitätsmedien bis zur italienischen Presse – belegt das breite Interesse an der Verbindung von Macht, Geld und moralischen Vorwürfen im modernen Fußball. Sullivan kündigte an, juristische Schritte gegen die Veröffentlichung zu prüfen, doch der Reputationsschaden könnte unabhängig vom Ausgang erheblich sein. In Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo die Premier League intensiv verfolgt wird, werden die Entwicklungen mit Spannung aufgenommen, zumal West Ham auch bei Zuschauern im deutschsprachigen Raum populär ist.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
West-Ham-Co-Vorsitzender David Sullivan trat nach einer gemeinsamen Untersuchung von BBC und Times über historische Vorwürfe sexueller Verfehlungen mit sofortiger Wirkung zurück. Der Geschäftsmann, der sein Vermögen mit Pornomagazinen und Sexshops gemacht hat, weist die Vorwürfe als falsch und sensationsheischend zurück. Der Verein bestätigte, von der bevorstehenden Veröffentlichung zu wissen.
West-Ham-Präsident David Sullivan trat wegen jahrzehntealter Vorwürfe aus seinem Privatleben zurück, die er als objektiv falsch und völlig unwahr bezeichnete. Der Unternehmer gab an, sich gegen diese aus seiner Sicht unbegründeten Anschuldigungen zur Wehr setzen zu wollen.
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