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Kreml erklärt US-Vermittlungspause – Deutschland als Mediator unerwünscht

Moskau lehnt deutsche Beteiligung ab, EU nicht verhandlungsbereit; Washingtoner Gesprächskanäle bleiben offen, doch konkrete Fortschritte ausstehend.

Geopolitik7 Quellen4 Sprachen3 Min. LesezeitAkt. 19:31

Die russische Führung hat die Vermittlungsbemühungen der Vereinigten Staaten im Ukraine-Konflikt für vorerst ausgesetzt erklärt. Nach den Worten von Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow befinde sich der Mediationsprozess derzeit in einer Pause, auch wenn amerikanische Unterhändler – namentlich Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner – über bestehende Kanäle weiterhin sowohl mit Moskau als auch mit Kiew in Kontakt stünden. Ein Datum für einen möglichen Besuch der beiden Emissäre in Russland gebe es noch nicht, und über den Inhalt eines vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als „positiv“ bezeichneten Telefonats mit ihnen sei die russische Seite nicht informiert worden. Ein direktes Gespräch zwischen Präsident Wladimir Putin und Donald Trump könne bei Bedarf kurzfristig organisiert werden, stehe derzeit aber nicht auf der Tagesordnung.

Parallel zur amerikanischen Zurückhaltung verhärtet sich die Haltung Moskaus gegenüber einer europäischen Vermittlerrolle. Nach Informationen aus sicherheitsnahen Kreisen, über die die Zeitung „Wedomosti“ berichtet, lehnt Russland eine Beteiligung Deutschlands ab; stattdessen kämen aus EU-Sicht allenfalls Vertreter Frankreichs oder Italiens infrage. Peskow selbst nannte die Europäer „weit davon entfernt, als Vermittler bereit zu sein“, weil es unlogisch und für Moskau inakzeptabel sei, Vermittlungsbemühungen mit Bedingungen an Russland zu beginnen. Die EU, insbesondere Deutschland, werde in Moskau nicht als neutraler Akteur, sondern als Partei gesehen, die eine Fortsetzung der Kampfhandlungen befürworte, statt auf Verhandlungen zu drängen.

Aus europäischer Perspektive spiegeln die unterschiedlichen Signale die Suche nach einem diplomatischen Kanal wider, der von Washington unabhängig ist. Die kategorische Ablehnung Berlins verdeutlicht jedoch das tiefe Misstrauen, das der deutschen Unterstützung für die Ukraine geschuldet ist. Brüssel hat bislang keine gemeinsame Linie gefunden; die innereuropäische Debatte kreist um die Frage, ob ein Vermittlungsangebot überhaupt Aussicht auf Erfolg haben kann, solange Moskau den Großteil der EU-Mitgliedstaaten als voreingenommen ablehnt.

Mit der Aussetzung der US-Mediation und der Blockade europäischer Initiativen bleiben einzig die diskreten Kontakte der amerikanischen Unterhändler als direkter Draht. Diese haben bislang keine greifbaren Ergebnisse erbracht. Die Moskauer Führung lässt jedoch bewusst die Tür für einen raschen Putin-Trump-Anruf offen – ein Signal, dass der Kreml weiter auf eine großmächtliche Direktdiplomatie setzt und multilaterale Formate meidet. Beobachter in Washington vermuten hinter der Pause wahlkampfbedingte Rücksichten und das vorläufige Fehlen einer kohärenten Strategie.

Für Deutschland und seine europäischen Partner bedeutet dies, dass ein künftiges Vermittlungsmandat nur unter Umgehung des russischen Vetos denkbar wäre. Bis auf Weiteres bleibt der Weg zu einem verhandelten Waffenstillstand versperrt. Entscheidend wird sein, ob der angekündigte Besuch Witkoffs doch noch zustande kommt und ob die bestehenden Kommunikationskanäle in den kommenden Wochen inhaltliche Signale liefern – oder ob aus der Pause ein längerfristiger diplomatischer Stillstand wird.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Russland hat Deutschland als EU-Vermittler abgelehnt und bevorzugt stattdessen französische oder italienische Vertreter. Der Kreml macht Gespräche von einer vorherigen Waffenruhe abhängig und weist Vorbedingungen von Vermittlern zurück. Die Kontakte mit US-Unterhändlern dauern an, doch der Vermittlungsprozess liegt auf Eis, ein Termin für einen Besuch steht nicht fest.

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Der Kreml‑Sprecher sagte, ein Telefonat zwischen Putin und Trump könne schnell arrangiert werden, stehe aber derzeit nicht auf der Agenda. Die US‑Vermittlungsbemühungen in der Ukraine sind ins Stocken geraten, und Washington hat Moskau noch nicht über den Inhalt des Gesprächs seiner Sondergesandten mit Selenskyj informiert. Obwohl die Kanäle offen bleiben, unterstreicht die Pause die Fragilität externer Friedensinitiativen.

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Der Kreml hat einen geplanten Anruf zwischen Putin und Trump vorerst ausgeschlossen, bestätigte aber, dass die US‑Sondergesandten Witkoff und Kushner weiterhin mit Moskau und Kiew in Kontakt stehen. Der Vermittlungsprozess zur Ukraine kam im Februar zum Stillstand, nachdem die USA und Israel einen Militärschlag gegen den Iran begonnen hatten. Die Folge ist, dass der Krieg gegen den Iran Washingtons Fokus abgelenkt und frühere diplomatische Kanäle eingefroren hat.

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Lenta.ru9. Juni, 14:31
Donya-e Eqtesad9. Juni, 14:35
Vedomosti9. Juni, 14:31
Sky News Arabia9. Juni, 14:30
Hamshahri Online9. Juni, 16:07
NDTV9. Juni, 16:08
Kommersant9. Juni, 14:31