Israel unter Druck: Vorwürfe über den Einsatz von weißem Phosphor im Libanon und drohende Untersuchungen
Berichte über den israelischen Einsatz von weißem Phosphor in bewohnten Gebieten des Libanon sorgen für weltweite Kritik. Rechtlich umstritten, ist die Gefahr für Zivilisten offenkundig. Internationale Ermittlungen sind gefordert.

Am 30. Mai soll die israelische Armee in der libanesischen Stadt Nabatieh Artilleriegranaten mit weißem Phosphor eingesetzt haben – ein Vorwurf, den die „New York Times" (NYT) durch die Verifikation von Videomaterial und unter Berufung auf Waffenexperten und humanitäre Organisationen erhoben hat. Weitere dokumentierte Einsatzorte liegen nahe Tyros, Qlayaa, Khiam und Yohmor. Die Substanz, die bei Sauerstoffkontakt selbstentzündlich ist und Temperaturen von über 800 Grad Celsius erreicht, richtete sich offenbar gegen Stellungen der Hisbollah, traf aber auch dicht besiedelte zivile Gebiete.
Die militärischen Auseinandersetzungen waren nach gemeinsamen US-israelischen Angriffen auf Iran Ende Februar wieder aufgeflammt; die Hisbollah feuerte Anfang März Raketen auf nordisraelische Ortschaften. Während Israel den Einsatz von weißem Phosphor offiziell bestreitet, betonen russische Medien wie „Wedomosti", dass die Substanz als solche nicht verboten sei – lediglich ihr Einsatz gegen Zivilisten verstoße gegen das humanitäre Völkerrecht. Diese juristische Grauzone führt zu stark divergierenden Narrativen: Westliche Nachrichtenagenturen bleiben zurückhaltend, wohingegen indonesische Blätter wie „Tribunnews" offen von einem „zionistischen Kriegsverbrechen" sprechen und auf laufende Ermittlungen internationaler Organisationen verweisen. So spiegeln sich geopolitische Bruchlinien: In Jakarta dominiert die Solidarität mit der palästinensischen Sache, in Moskau das Interesse, die Debatte um westliche Waffenexporte zu befördern.
Technisch identifizierten Rüstungsexperten die Geschosse als M825A1, eine US-Entwicklung. Jede 155-mm-Granate setzt 116 mit Phosphor imprägnierte Fragmente frei, die sich in der Luft entzünden und kaum löschbar sind – Details, die das brasilianische Portal „Jovem Pan" aufgriff, während Al Jazeera Aufnahmen von den Einsätzen sendete. Dass ausgerechnet amerikanische Munition in Wohngebieten detoniert, setzt Washington unter Rechtfertigungsdruck, zumal die kürzlich ausgehandelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah fragil bleibt.
Die politische und völkerrechtliche Aufarbeitung beginnt erst. Menschenrechtsgruppen fordern eine Untersuchung durch den Internationalen Strafgerichtshof. Für die Bundesregierung in Berlin, traditionell enge Verbündete Israels, könnten sich schwierige diplomatische Fragen stellen – etwa zur Vereinbarkeit solcher Waffenlieferungen mit deutschen Rüstungsexportrichtlinien. Der Fall offenbart, wie moderne asymmetrische Kriegsführung die Grenzen des rechtlich Zulässigen ausreizt und die Zivilbevölkerung zum Hauptleidtragenden macht.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Videobeweise zeigen, dass Israels Militär in bewohnten Gebieten im Südlibanon weiße Phosphormunition eingesetzt hat. Die dokumentierten Rauchspuren deuten auf einen wiederholten Einsatz hin, der nach humanitärem Völkerrecht in zivilen Zonen besonders problematisch ist.
Das zionistische Regime Israels hat nachweislich weiße Phosphorbomben auf libanesische Dörfer abgefeuert, wie internationale Hilfsorganisationen bestätigen. Solche Taten lösen eine rechtliche Untersuchung aus und offenbaren die zionistische Brutalität gegen Zivilisten.
Israel hat nach Angaben einer US-Zeitung weiße Phosphorbomben über bewohnten Gebieten im Libanon abgeworfen, während es gegen die Hisbollah vorging. Waffenexperten erkannten die für das verbotene Brandmittel typischen Rauchspuren, dessen Brandkraft eine große Gefahr für die Zivilbevölkerung darstellt.
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