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Inflation in der Eurozone klettert auf 3,2 Prozent – Iran kämpft mit dreistelligen Teuerungsraten

Während die Inflation im Euroraum im Mai auf den höchsten Stand seit 2023 stieg, verzeichnen iranische Provinzen Raten von über 100 Prozent. Globale Lieferkettenprobleme treiben die Preise.

Wirtschaft8 Quellen2 Sprachen3 Min. LesezeitAkt. 07:15

Die Teuerungswelle in der Eurozone hat im Mai einen neuen Höhepunkt erreicht: Nach vorläufigen Berechnungen von Eurostat stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,2 Prozent, nach 3,0 Prozent im April [A1][A5]. Dies ist der höchste Wert seit September 2023 und liegt deutlich über dem mittelfristigen Ziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. Vor allem die Energiepreise, die durch die Eskalation im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus getrieben werden, verzeichneten einen Anstieg von 10,9 Prozent [A1]. Doch auch die Kerninflation, die volatile Güter wie Energie und Lebensmittel ausklammert, beschleunigte sich auf 2,5 Prozent, während die Dienstleistungspreise um 3,5 Prozent zulegten [A5]. An den Finanzmärkten verfestigt sich daher die Erwartung, dass die EZB bei ihrer nächsten Sitzung eine Zinserhöhung beschließen wird.

Parallel dazu hat sich die Inflationsdynamik im Iran dramatisch zugespitzt. Nach offiziellen Angaben des iranischen Statistikzentrums erreichte die landesweite Teuerung im Ordibehesht (April/Mai) des iranischen Kalenderjahres 1405 einen Rekordwert von 57,7 Prozent [A3]. Dieser dritte monatliche Höchststand in Folge stellt eine Zunahme um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat dar und markiert den höchsten offiziellen Wert seit über achtzig Jahren. Beobachter in Teheran betonen jedoch, dass die von der Bevölkerung gefühlte Inflation etwa das Eineinhalbfache des offiziellen Satzes beträgt [A3]. Besonders gravierend ist die Lage bei Nahrungsmitteln: Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis, Geflügel, Speiseöl und Eier haben sich innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht oder vervierfacht [A3]. In den Provinzen Kurdistan, Ilam, Lorestan und Kermanshah überstieg die Punkt-zu-Punkt-Inflation sogar die Marke von 100 Prozent, während die Hauptstadt Teheran mit 69,5 Prozent den niedrigsten Wert im Land verzeichnete [A2].

Beide Entwicklungen unterstreichen die fragile Verfassung der Weltwirtschaft, die weiterhin von geopolitischen Verwerfungen und gestörten Lieferketten geprägt ist. Während die Eurozone primär unter dem externen Schock der Energiepreise leidet, der durch die Unsicherheit im Persischen Golf verstärkt wird, ist die Inflation im Iran hausgemacht: Internationale Sanktionen, Währungsverfall und strukturelle Misswirtschaft haben die Wirtschaft isoliert und die Landeswährung Rial auf Talfahrt geschickt. Die iranische Regierung versucht, durch verspätete oder geschönte Statistiken gegenzusteuern, doch das Vertrauen der Märkte und der Bevölkerung schwindet [A3].

Für Europa bleibt die Lage angespannt. Sollte die Straße von Hormus längerfristig blockiert bleiben, könnten die Energiepreise weiter steigen und die EZB zu einem restriktiveren Kurs zwingen, was die konjunkturelle Erholung in Deutschland und den Nachbarländern bremsen würde. Im Iran hingegen droht die galoppierende Inflation die soziale Stabilität zu gefährden, zumal die Kaufkraft der unteren Einkommensschichten bereits massiv gelitten hat. Beide Regionen stehen vor der Herausforderung, geldpolitische Normalisierung und sozialen Ausgleich in Einklang zu bringen – eine Gratwanderung, die noch längst nicht gemeistert ist.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Stampa europea continentale/ mediterraneapragmatismodistacco

Die Inflation im Euroraum stieg im Mai auf 3,2 %, den höchsten Stand seit September 2023, angetrieben von der Energiekrise. Obwohl sie über dem 2-%-Ziel liegt, wird sie als vorübergehend betrachtet, und die Berichterstattung bleibt sachlich und ruhig.

Stampa iraniana e affini/ regimeallarmeurgenza

Irans offizielle Inflation erreichte 57,7 % und brach damit einen jahrzehntealten Rekord, während in mehreren Provinzen die Teuerung über 100 % lag. Die Bevölkerung spürt den Druck noch stärker; staatliche Medien verweisen zugleich auf die steigende Inflation in der Eurozone infolge der Nahost-Krise.

Stampa atlantica / anglosfera/ economicaallarmerevanscismo

Der Iran versinkt in einer Hyperinflation: Das Statistikzentrum meldet eine Rate von rund 84 %, weit über den offiziellen alarmierenden Zahlen. Diaspora-Analysten werten dies als Beleg für den wirtschaftlichen Kollaps und ein Regime, das die Kontrolle verliert, und schüren Sorgen vor weiterer Instabilität.

Diese Geschichte erschien in

8 Quellen · 2 Sprachen · 24h-Fenster

Donya-e Eqtesad3. Juni, 02:52
Voice of America (VOA) Persian3. Juni, 02:51
IRNA (Islamic Republic News Agency)3. Juni, 02:53
Khabar Online2. Juni, 21:48
BBC Persian2. Juni, 21:48
Il Post2. Juni, 20:32
La República2. Juni, 20:31
TechNews3. Juni, 05:12