Anmelden
Ausgabe von 20:00 CETMittwoch, 10. Juni 2026
287 Quellen · 16 Sprachen0 Briefings heute
Mittwoch, 3. Juni 2026 · Ausgabe von 10:00 CET

IAEA-Chef verurteilt Drohnenangriff auf Barakah-Reaktor

Rafael Grossi fordert besseren Schutz ziviler Nuklearanlagen und lobt die Sicherheitskultur der Emirate – das Land führt die Welt bei grüner Energie an.

Geopolitik6 Quellen3 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 13:51

Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Rafael Grossi, hat den Drohnenangriff auf das Kernkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten scharf verurteilt. Bei einem Treffen mit dem emiratischen Außenminister Abdullah bin Zayed in Abu Dhabi bezeichnete er Angriffe auf zivile Nuklearanlagen als inakzeptabel und betonte, dass solche Einrichtungen durch das humanitäre Völkerrecht geschützt seien. Zugleich wurden die „hinterhältigen Terrorangriffe“ erörtert, die der Iran mit Raketen und Drohnen gegen zivile Ziele in den VAE verübt hatte – eine Bedrohung, die weit über die Region hinaus Auswirkungen auf die internationale Schifffahrt, die Energieversorgung und die Weltwirtschaft hat.

Der Angriff auf Barakah am 17. Mai 2026 war nach offiziellen Angaben von irakischem Territorium aus gestartet worden. Eine Drohne durchdrang die Verteidigung und traf einen Stromgenerator außerhalb des inneren Sicherheitsbereichs von Reaktorblock 3. Zwei weitere Drohnen wurden abgefangen. Die Reaktoranlage reagierte umgehend mit einer automatischen Schnellabschaltung nach dem Verlust der externen Stromversorgung – eine „Bewährungsprobe“, die laut Grossi zeigte, dass die Sicherheitssysteme vorbildlich funktionierten. Radioaktive Freisetzungen gab es nicht, die Anlage blieb jederzeit stabil.

Grossi würdigte die hohe Sicherheitskultur der VAE und betonte, das Land habe ein „integriertes friedliches Nuklearprogramm“ nach höchsten internationalen Standards aufgebaut. Während eines Besuchs in Barakah – begleitet vom Vizechef der nationalen Atomaufsicht Hamad Al Kaabi – inspizierte er Simulatoren und sprach mit emiratischen Ingenieurinnen und Ingenieuren. Die IAEO will die VAE nun technisch und moralisch unterstützen, um die nukleare Sicherheit weiter zu stärken und den Schutzstatus friedlicher Atomanlagen international zu verankern.

Barakah, das erste kommerzielle Kernkraftwerk der arabischen Welt, ist längst mehr als ein nationales Prestigeprojekt. Seit der vollen Inbetriebnahme aller vier Reaktoren im September 2024 liefert es jährlich rund 40 Terawattstunden sauberen Strom – etwa ein Viertel des emiratischen Bedarfs – und hat das Land an die globale Spitze bei der Pro-Kopf-Erzeugung sauberer Elektrizität katapultiert. Seit sechs Jahren in Folge führen die VAE dieses Ranking an; die Kernenergie trägt damit maßgeblich zur Energiesicherheit und zum Netto-Null-Ziel bei.

Die Attacke wirft ein Schlaglicht auf die Verwundbarkeit ziviler Nuklearanlagen in einer ohnehin explosiven Region. Beobachter in Berlin und Brüssel sehen mit Sorge, dass die wiederholten iranischen Angriffe auch die Energiesicherheit Europas berühren könnten, falls die strategisch wichtige Straße von Hormus blockiert würde. Die IAEO drängt deshalb darauf, den Schutzstatus friedlicher Atomanlagen zu stärken – eine Debatte, die nach den Erfahrungen von Saporischschja neue Dringlichkeit erhält. Die VAE dürften dabei als Vorreiter in puncto Transparenz und Sicherheit eine Schlüsselrolle spielen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa del Golfo araboStampa israeliana · sicurezzaStampa atlantica / anglosfera · sicurezza
Stampa del Golfo araboindignazioneallarmevittimismo

Das friedliche Atomprogramm der Vereinigten Arabischen Emirate, ein Vorzeigeprojekt für saubere Energiesicherheit, hat einen unprovozierten iranischen Terrorangriff auf die Anlage Barakah überstanden. Die emiratischen Behörden reagierten umgehend, und der IAEA-Generaldirektor lobte die hohen Sicherheits- und Transparenzstandards des Landes. Iran wird beschuldigt, Raketen- und Drohnenangriffe auf zivile Einrichtungen verübt zu haben, was die regionale Stabilität bedroht.

Stampa israeliana/ sicurezzadistaccopragmatismo

Die IAEA leistet den Vereinigten Arabischen Emiraten technische und moralische Unterstützung nach einem Drohnenangriff in der Nähe des Atomkraftwerks Barakah. Die Behörden schalteten einen Reaktor wegen Verlusts der externen Stromversorgung ab, die Drohne wurde aus dem Irak gestartet. Die Agentur weist keine Schuld zu, hebt aber die schnelle emiratische Reaktion hervor.

Stampa atlantica / anglosfera/ sicurezzaallarmeindignazioneurgenza

Der IAEA-Chef bezeichnete einen Angriff auf eine Nuklearanlage als inakzeptabel, nachdem er den von einer Drohne getroffenen Standort Barakah besichtigt hatte. Nukleare Einrichtungen dürfen niemals Ziel sein, und das schnelle, professionelle Handeln der Emirate begrenzte den Schaden. Die Agentur betont, dass friedliche Atomanlagen nach internationalem Recht geschützt werden müssen.

Diese Geschichte erschien in

6 Quellen · 3 Sprachen · 24h-Fenster

Emirates 24/72. Juni, 22:46
Voice of America (VOA) Persian2. Juni, 22:46
Jerusalem Post3. Juni, 02:53
Al Ittihad2. Juni, 22:49
Gulf News3. Juni, 02:52
Sky News Arabia3. Juni, 02:52