Fünf Tote bei Explosion in südkoreanischer Rüstungsfabrik
In einem Werk von Hanwha Aerospace in Daejeon kamen fünf Menschen ums Leben, zwei wurden verletzt. Die Ursache ist noch ungeklärt, das Unternehmen spricht von einem Unfall.

Bei einer schweren Explosion in einer Fabrik des südkoreanischen Rüstungskonzerns Hanwha Aerospace in der Stadt Daejeon sind am Montag fünf Menschen ums Leben gekommen, zwei weitere erlitten Verletzungen. Das teilten die örtlichen Behörden mit. Die Feuerwehr wurde um 10.59 Uhr Ortszeit alarmiert und rückte mit etwa hundert Einsatzkräften zu dem Brand aus, der infolge der Detonation ausgebrochen war.
Die Opferzahl wurde zunächst mit vier Toten angegeben, wie unter anderem südamerikanische Agenturberichte dokumentieren, bevor die Behörden die Bilanz auf fünf Todesopfer korrigierten. Bei den Verunglückten handelt es sich um Werksarbeiter; einer der Überlebenden erlitt laut indonesischen Medien schwere Verbrennungen. Das Unternehmen selbst bezeichnete das Unglück gegenüber marokkanischen Pressevertretern als „Unfall“. Die genaue Ursache der Explosion ist noch nicht ermittelt.
Die Anlage in Daejeon, rund 150 Kilometer südlich von Seoul, ist ein Zentrum für Forschung und Entwicklung im Bereich hochtechnologischer Waffensysteme. Hanwha Aerospace zählt zu den wichtigsten Rüstungsunternehmen Südkoreas und ist unter anderem auf Lenkflugkörper, Artilleriesysteme sowie Feststoffraketentriebwerke für die Raumfahrt spezialisiert. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitsstandards in der boomenden südkoreanischen Rüstungsindustrie, die zuletzt auch in Europa – etwa durch Geschäfte mit Polen und Überlegungen zu Kooperationen mit deutschen Unternehmen – an Bedeutung gewonnen hat.
Internationale Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate bekundete in einer Erklärung Solidarität mit der Republik Korea und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dürften nun gründlich geführt werden, denn Südkorea strebt als wachsender Waffenexporteur eine Stärkung des Vertrauens in seine industrielle Sicherheitskultur an. Für deutsche und europäische Partner, die zunehmend auf asiatische Rüstungstechnologie setzen, bleibt der Vorfall ein mahnendes Beispiel.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Südostasiatische Medien melden die Explosion mit einer aktualisierten Bilanz von fünf Toten und zwei Verletzten. Im Mittelpunkt steht der schnelle Einsatz von hundert Einsatzkräften, um das Feuer zu löschen.
Die arabischen Golfstaaten bekunden Solidarität mit der 'brüderlichen' Republik Korea und sprechen den Familien der Opfer ihr tiefes Beileid aus. Die Explosion wird als ein tragisches Ereignis dargestellt, das die diplomatischen Bande zwischen brüderlichen Nationen festigt.
Die Presse des Levante-Maghreb-Raums stellt den militärischen Charakter des Standorts heraus und bezeichnet ihn als Waffenfabrik. Obwohl der Vorfall als Unfall gemeldet wird, verleiht der Hinweis auf die Herstellung fortschrittlicher Waffen dem Bericht einen skeptischen Unterton gegenüber der Rüstungsindustrie.
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