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FIFA soll Tickets auf Zweitmarktplätzen verschleudert haben – Plattformen dementieren Absprachen

Eine Woche vor WM-Start erhebt ein Ökonom Vorwürfe gegen die FIFA. Sitzblockverkäufe unter offiziellem Preisniveau nähren den Verdacht der Umgehung von Rückerstattungsansprüchen.

Sport5 Quellen3 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 08:21

Wenige Tage vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko sieht sich der Weltverband FIFA mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert. Florian Ederer, Wirtschaftsprofessor an der Boston University, hat auf der Social-Media-Plattform X dokumentiert, wie tausende Tickets für das Turnier auf Resale-Plattformen wie SeatGeek zu Preisen auftauchten, die weit unter den offiziellen Verkaufspreisen der FIFA lagen. Laut Ederer deute dies auf eine systematische Praxis hin, unverkaufte Kartenkontingente über Drittplattformen zu verschleudern – mit dem Ziel, Rückzahlungen an Fans zu vermeiden, die zu höheren Preisen direkt bei der FIFA gekauft hatten. Die Plattformen SeatGeek und StubHub haben solche Absprachen mit der FIFA umgehend dementiert.

Ein Sprecher von SeatGeek betonte gegenüber der Nachrichtenagentur Press Association, es bestehe keinerlei Partnerschaft oder Vertriebsvereinbarung mit dem Weltverband. StubHub erklärte gegenüber Newsweek, ebenfalls keine Beziehung zur FIFA zu unterhalten, räumte jedoch ein, dass große Ticketblöcke über Dritte auf mehreren Resale-Plattformen landeten. „Genau darin liegt der Nutzen, den Wiederverkaufsplattformen bieten“, so ein Sprecher sinngemäß. Die FIFA hat sich zu den Anschuldigungen bisher nicht öffentlich geäußert.

Die Kontroverse um die Ticketvermarktung fällt in eine Zeit angespannter Ticketpolitik auch auf nationaler Ebene. So berichten französische Medien über einen eskalierenden Konflikt zwischen der Équipe Tricolore und dem französischen Fußballverband. Die Spieler um Kylian Mbappé kritisieren eine Reduzierung ihrer Erfolgsprämien und bemängeln die begrenzte Anzahl an Tickets, die ihnen für Familie und Freunde zur Verfügung gestellt werden. Beobachter befürchten, der Streit könne die Leistung des Mitfavoriten beeinträchtigen. Dies veranschaulicht, wie das sensible Thema Ticketverteilung sowohl auf Verbands- als auch auf globaler Ebene für Unruhe sorgt.

Für Fans aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die für die Spiele in die Austragungsländer reisen, wirft die Affäre Fragen nach der Preistransparenz und Verlässlichkeit des offiziellen Ticketkaufs auf. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, stünde die Glaubwürdigkeit der FIFA als Veranstalter auf dem Spiel. Ederers Analysen könnten den Druck auf den Verband erhöhen, seine Vertriebspraktiken offenzulegen. Die kommende Woche wird zeigen, ob die Vorwürfe den Auftakt des Turniers überschatten oder in weiteren Untersuchungen münden.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Kurz vor dem Anpfiff eskaliert der Skandal: Gefälschte FIFA-Webseiten bieten nicht existierende Tickets an, und ein Spitzenteam streitet mit dem eigenen Verband über gekürzte Prämien und Ticketkontingente. Ein Wirtschaftsprofessor wirft der FIFA vor, tausende unverkaufte Tickets zu Schleuderpreisen auf inoffizielle Plattformen zu leiten, um Rückzahlungen zu umgehen. Die Behörden warnen vor einer Betrugswelle gegen Fans.

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Wiederverkaufsplattformen weisen den Vorwurf der Absprache mit der FIFA zurück, um unverkaufte WM-Tickets 2026 loszuwerden. Sie erklären, es bestehe keine Partnerschaft oder Vertriebsvereinbarung mit dem Weltfußballverband. Die Dementis erfolgen vor dem Hintergrund schleppender Verkäufe, doch die Unternehmen positionieren sich als vertrauenswürdige Marktplätze für sicheren Zugang zu Live-Events.

Diese Geschichte erschien in

5 Quellen · 3 Sprachen · 24h-Fenster

Excelsior4. Juni, 03:25
The Independent3. Juni, 19:18
Ámbito Financiero3. Juni, 22:24
Newsweek3. Juni, 22:26
UOL4. Juni, 03:28