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Argentinien weitet Suche nach Hantavirus-Überträgern aus – US-CDC hilft bei Rattenjagd in Mendoza

Während Labore in Ushuaia noch Proben analysieren, reisen Biologen mit US-Experten in die Andenprovinz Mendoza. Marokko verschärft derweil die Gesundheitskontrollen in Häfen.

Gesundheit & Wissenschaft6 Quellen3 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 14:10

Die argentinischen Gesundheitsbehörden weiten ihre Suche nach dem Ursprung des Hantavirus-Ausbruchs an Bord des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius aus. Während in Ushuaia noch Laborproben von mehr als 150 dort gefangenen Nagetieren analysiert werden, bereitet sich ein Team aus einheimischen Wissenschaftlern und Biologen des US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) auf eine Expedition in die westliche Provinz Mendoza vor. Die seltene Infektionskette, ausgelöst durch das Andes-Hantavirus – den einzigen Stamm, der nachweislich von Mensch zu Mensch übertragbar ist –, beschäftigt die Fachwelt, seit im April erste Fälle auf dem Atlantik-Kreuzer gemeldet wurden.

Die Wahl Mendozas als neuer Untersuchungsschwerpunkt überrascht auf den ersten Blick: Die Andenprovinz liegt mehr als 3000 Kilometer vom bisherigen Epizentrum in Feuerland entfernt, und nach Angaben der Universität Mendoza ist dort bislang keine gesicherte Zirkulation der Andes-Variante dokumentiert. Allerdings deuten ökologische Modelle auf potenzielle Nagetierpopulationen hin, die als Wirte des Virus in Frage kommen. Wie das argentinische Gesundheitsministerium erläuterte, wurden die Testgebiete auf Grundlage umwelt- und epidemiologischer Kriterien sowie der Gewohnheiten der Nager ausgewählt. Die Mission vom 8. bis 12. Juni soll in Zusammenarbeit mit dem Malbrán-Institut für Infektionskrankheiten Klarheit schaffen.

Parallel zu den Ermittlungen in Südamerika wächst auch in anderen Weltregionen die Aufmerksamkeit. Aus Marokko verlautete, dass die Behörden im Hafen von Tanger die Gesundheitskontrollen für Kreuzfahrtschiffe verschärft haben. Zwar richte sich das strenge Protokoll nicht gezielt gegen das Hantavirus, doch seien seit Wochen flächendeckende Kampagnen gegen Nagetiere in Häfen und an Flughäfen die einzige unmittelbar gegen den Erreger gerichtete Maßnahme. Die europäischen Gesundheitsbehörden, insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz, beobachten die Entwicklung aufmerksam, schätzen das Einschleppungsrisiko jedoch als gering ein, da der Mensch-zu-Mensch-Übertragungsweg auf engen Kontakt beschränkt bleibt.

Die Rekonstruktion der Übertragungskette auf dem Hondius gleicht einem Puzzle, bei dem entscheidende Teile möglicherweise nie gefunden werden. „Es könnte unmöglich bleiben, den genauen Ursprung zu bestimmen“, räumen argentinische Offizielle ein. Die nun eingeleitete transkontinentale Kooperation zwischen lateinamerikanischen und nordamerikanischen Fachleuten unterstreicht den Ernst der Lage, zeigt aber auch, wie globale Gesundheitsnetzwerke bei seltenen Zoonosen greifen. Für die Zukunft bleibt die Herausforderung, das Virus in seinen natürlichen Reservoiren besser zu verstehen, um solche Ausbrüche frühzeitiger einzudämmen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Argentinien weitet seine Hantavirus-Untersuchung auf die Provinz Mendoza aus, nachdem es auf einem Kreuzfahrtschiff zu einem tödlichen Ausbruch gekommen war. Biologen der US-amerikanischen CDC werden an der Mission teilnehmen, um Nagetiere zu fangen und zu testen, während die Laborergebnisse aus Ushuaia noch ausstehen. Im Mittelpunkt stehen die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit und die Suche nach dem Ursprung des Virus.

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Argentinien weitet die Suche nach hantavirustragenden Nagetieren auf die Provinz Mendoza aus; eine Mission ist für den 8. bis 12. Juni geplant, nach ersten Untersuchungen in Feuerland. Mehr als 150 Nager waren Mitte Mai nahe Ushuaia gefangen worden, nun richtet sich der Fokus auf die andine Provinz, wobei US-CDC-Experten und argentinische Biologen des Malbran-Instituts zusammenarbeiten. Die Berichterstattung ist sachlich und beschreibt die einzelnen Schritte der wissenschaftlichen Untersuchung.

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Die marokkanischen Behörden haben die gesundheitliche Wachsamkeit im Hafen von Tanger-Stadt erhöht und wenden strenge Protokolle auf alle großen Kreuzfahrtschiffe an, die dort anlegen, um das Eindringen einer Epidemie oder Infektionskrankheit zu verhindern. Ohne speziell auf das Hantavirus abzuzielen, bleiben die jüngsten Kampagnen gegen Nagetiere und Krankheitsüberträger in Häfen und Flughäfen die einzige Maßnahme, die im Zusammenhang mit dem Virusdiskurs ergriffen wurde. Die Darstellung spiegelt eine proaktive, defensive Haltung wider, die den nationalen Schutz und die souveräne Kontrolle der Gesundheitsgrenzen betont.

Diese Geschichte erschien in

6 Quellen · 3 Sprachen · 24h-Fenster

Le Temps6. Juni, 10:39
Al Ittihad6. Juni, 07:15
The Independent6. Juni, 01:59
The Hindu6. Juni, 09:32
Hespress6. Juni, 12:58
Aftonbladet6. Juni, 03:09