SpaceX-Börsengang: Rekordbewertung von zwei Billionen Dollar – Anleger sollten vorsichtig sein
Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX strebt im Juni an die New Yorker Börse. Trotz Rekordbewertung warnen Analysten vor Überhitzung. Schwedische Kleinanleger bleiben vorerst außen vor.

Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX hat bei der US-Börsenaufsicht einen Antrag auf Börsengang in New York eingereicht. Der Schritt, der für den 12. Juni erwartet wird, dürfte den größten Börsengang der Geschichte darstellen. Nach Informationen von Bloomberg wird das Unternehmen mit bis zu zwei Billionen Dollar bewertet und strebt die Aufnahme von 75 Milliarden Dollar neuen Kapitals an. Die Nachfrage nach den Aktien gilt als immens, was die ohnehin hohe Bewertung weiter anheizen könnte.
Aus schwedischer Perspektive zeigt sich jedoch eine bemerkenswerte Einschränkung: Kleinanleger in Skandinavien werden kaum die Möglichkeit haben, sich bereits bei der Platzierung zu beteiligen. Wie Elin Wiker, Börsenstrategin bei Avanza, erläutert, werde der Handel mit der Aktie zwar nach der Notierung möglich sein, doch der direkte Erwerb im Rahmen des Börsengangs bleibe institutionellen Investoren vorbehalten. Carl-Henrik Söderberg, Sparökonom bei Nordnet, ergänzt, dass der erste Handelstag vermutlich einen Kursanstieg bringen werde – ein typisches Muster bei begehrten Papieren.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung mahnt indes zur Vorsicht. Wer bei Mega-Börsengängen früh einsteige, kaufe oft zum Höchstpreis, so die Zeitung unter Verweis auf Beispiele wie Uber oder Rivian, deren Aktien nach anfänglichem Hype deutlich nachgaben. Zudem behalte Firmengründer Elon Musk laut Prospekt die volle Stimmrechtskontrolle, was für Privatanleger eine eingeschränkte Einflussnahme bedeutet. Europäische Anleger, die auf langfristige Wertsteigerung hoffen, sollten diese Risiken nicht unterschätzen.
Der Börsengang von SpaceX fällt in eine Phase, in der Technologieaktien weltweit unter Druck stehen. Die enorme Bewertung des Raumfahrtunternehmens, das bisher vor allem durch staatliche Aufträge und das Starlink-Projekt bekannt ist, wirft Fragen nach der Nachhaltigkeit auf. Analysten erwarten zwar einen kurzen Kurssprung am ersten Handelstag, warnen aber vor übertriebenen Erwartungen. Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt abzuwarten, ob sich das Papier nach der Notierung zu einem vernünftigen Kurs handeln lässt – oder ob die erste Euphorie in Ernüchterung umschlägt.
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Der SpaceX-Börsengang ist ein historisches Ereignis mit einer Rekordbewertung, aber Kleinanleger, insbesondere aus Schweden, haben nur begrenzten Zugang zur Erstnotierung. Experten raten zur Vorsicht, da frühe Käufer oft Höchstpreise zahlen und die hohe Bewertung möglicherweise nicht haltbar ist.
SpaceX' Mega-Börsengang weckt bei Finanzexperten Bedenken hinsichtlich einer Aufblähung der Tech-Blase. Kritiker warnen, dass die 'atemberaubende' Bewertung und die Größe der Emission die Marktkonzentration verschärfen und eine Korrektur riskieren könnten.
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