Nasa legt Fahrplan für dauerhafte Mondstation vor – Blue Origin erhält ersten Auftrag
Mit einem 20-Milliarden-Dollar-Programm will die Nasa bis 2032 eine permanente Basis am lunaren Südpol errichten. Erste unbemannte Landungen sind für 2026 vorgesehen.

Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa hat Details eines ambitionierten Programms vorgestellt, das die dauerhafte Anwesenheit von Menschen auf dem Mond sichern soll. Bei einer Pressekonferenz in Washington kündigte Nasa-Administrator Jared Isaacman an, dass die ersten unbemannten Landemissionen bereits 2026 von dem Unternehmen Blue Origin durchgeführt werden, das dem Amazon-Gründer Jeff Bezos gehört. Der Auftrag markiert den Auftakt zu einem auf mehrere Phasen ausgelegten Bauvorhaben, das von der Nasa als „Moon Base“ bezeichnet wird und dessen Kosten auf rund 20 Milliarden Dollar geschätzt werden.
Während in Washington das Ziel betont wird, „dieses Mal zurückzukehren, um zu bleiben“ – so Isaacman –, wird der Vorstoß international mit Argusaugen verfolgt. In Peking arbeitet die chinesische Raumfahrtbehörde ihrerseits an bemannten Mondlandungen noch in diesem Jahrzehnt, was den Wettlauf um die lunare Vorherrschaft befeuert. Aus europäischer Perspektive ist die Esa als Partner eingebunden; mehrere Mitgliedstaaten liefern technologische Komponenten für das Artemis-Programm, wie das Schweizer Blatt «Tages-Anzeiger» berichtet. Die arabische Presse wiederum hebt die wissenschaftlichen Ziele hervor, etwa die Vorbereitung künftiger Mars-Missionen und die Entwicklung neuer Technologien. Brasilianische und argentinische Leitmedien verweisen auf die historische Dimension: Erstmals werde eine von privaten Konzernen getragene Infrastruktur auf einem anderen Himmelskörper errichtet.
Konkret sieht der Drei-Phasen-Plan vor, dass zwischen 2026 und 2029 die Frequenz der Mondmissionen stark erhöht wird, um verlässliche Landekapazitäten aufzubauen. Ab 2032 soll die Basis am Kraterrand des Shackleton-Kraters – einer strategisch günstigen Lage nahe dem Südpol mit nahezu permanenter Sonneneinstrahlung – einen kontinuierlichen Aufenthalt von Astronauten ermöglichen. Das Gelände könnte sich über Hunderte von Quadratkilometern erstrecken und beherbergt Wohnmodule, Labore, Kommunikationsnetze sowie solare und nukleare Energiequellen. Für den Transport von Ausrüstung setzt die Nasa auf eine Mischung aus privaten Anbietern: Neben Blue Origin sind SpaceX sowie kleinere Firmen wie Astrolab und Lunar Outpost mit der Entwicklung von Rovern und Landeeinheiten beauftragt, wie die Nachrichtenagentur Khabor Online aus Teheran meldet.
Die langfristige Perspektive reicht weit über den Erdtrabanten hinaus. Die Mondbasis soll als Sprungbrett für bemannte Flüge zum Mars dienen und zugleich industrielle Nutzungen im All erproben. Das italienische Portal «HuffPost Italia» kommentiert, die einstigen „Space Cowboys“ Bezos und Musk seien längst strukturelle Pfeiler der US-Raumfahrtstrategie. Aus Washingtoner Sicht geht es nicht nur um Wissenschaft, sondern um die Sicherung amerikanischer Führerschaft in einer neuen Ära der Raumfahrt, in der geopolitische Spannungen den Himmel erreichen. Ob der ehrgeizige Zeitplan angesichts technischer Unwägbarkeiten und haushaltspolitischer Zwänge hält, bleibt eine offene Frage – die Weichen jedoch sind gestellt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Die NASA strebt mit Hilfe privater Tycoons wie Bezos und Musk – als 'Space Cowboys' tituliert – eine dauerhafte Mondpräsenz an. Der Wettlauf mit China beschleunigt die Pläne, doch die Vergabe milliardenschwerer Aufträge an wenige Unternehmen wirft Zweifel auf, ob es sich eher um einen kommerziellen als wissenschaftlichen Wettlauf handelt.
Die NASA hat einen Drei-Phasen-Plan für eine permanente Mondbasis vorgelegt, während der globale Wettlauf zunimmt. Während China und kommerzielle Akteure um einen Fußabdruck kämpfen, richtet die USA ihre Raumfahrtstrategie neu aus, um im neuen Rennen um den Mond nicht abgehängt zu werden.
Die NASA hat ein 20-Milliarden-Dollar-Projekt für eine regelrechte 'Mondstadt' mit Wohnmodulen, Laboren und Energiesystemen vorgestellt. Dutzende Starts und Missionen sollen bis 2032 eine dauerhafte menschliche Präsenz ermöglichen – ein historischer Sprung in der Raumfahrt.
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